Salzburgs Kinder sind bestens betreut

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Öffnungszeiten werden stetig erweitert / Qualität wird weiter ausgebaut / Acht Kinder pro Fachkraft in Kindergärten

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.04.2019
 

(LK) Deutlich mehr Mädchen und Buben werden in Salzburgs Kleinkindgruppen und Kindergärten betreut, die Öffnungszeiten werden laufend verbessert und dies mit einer steigenden Anzahl an Pädagoginnen und Pädagogen. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen belegt: in der Kinderbetreuung hat sich im vergangenen Jahr viel getan. „Diese Verbesserungen sind in den Familien deutlich zu spüren. Jede dieser Maßnahmen trägt dazu bei, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser möglich wird“, betont Landesrätin Andrea Klambauer.

„Die nun vorliegende Statistik belegt mit Fakten, dass wir unserem Ziel, einer flächendeckenden und hochwertigen Kinderbetreuung in Salzburg, mit großen Schritten näherkommen“, ist Landesrätin Klambauer überzeugt. Jedes dritte Kind im Alter von 1 bis unter 3 Jahren hat bereits einen Platz in einer Kleinkindgruppe (36,6 Prozent) und wurden gegenüber dem letzten Jahr insgesamt über 600 zusätzliche Plätze in institutionellen Einrichtungen geschaffen.

Guter Betreuungsschlüssel mit acht Kindern pro Pädagogin/Pädagoge

„Besonders hervorheben möchte ich, dass in den Kindergärten im Durchschnitt eine Pädagogin bzw. ein Pädagoge acht Kinder betreut. Das ist im Vergleich mit den anderen Bundesländern hinter Vorarlberg der zweitbeste Wert. Es ist mir ein Anliegen, dass wir bei den Fakten bleiben, denn bei diesem Thema wird die Situation oft schlechter dargestellt, als sie in Wirklichkeit ist“, so Landesrätin Klambauer. (Vorarlberg: 7,1 Kinder pro Fachkraft in institutionellen Einrichtungen, Salzburg: 7,6, Niederösterreich: 11,2) Mit 3.146 Beschäftigten (ohne Mehrfachzählungen) gibt es um 167 mehr als im Jahr zuvor. Die Anzahl der ganztägig betreuten Kinder hat von 7.152 auf 7.539 zugenommen, jene der halbtägig betreuten von 13.617 auf 13.722.

Mehr Einrichtungen sind acht Stunden pro Tag offen

Deutlich gestiegen ist auch die Anzahl der Betreuungseinrichtungen, die mindestens acht Stunden pro Tag geöffnet haben (63 Prozent sind von Montag bis Donnerstag mindestens acht Stunden geöffnet). Klambauer weiter: „Wichtig ist mir, dass nicht nur das Angebot an Betreuungsplätzen stetig ausgebaut wird, sondern dass das neue Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz auch die pädagogische Qualität sicherstellt und fördert. All diese Maßnahmen ermöglichen den Eltern, Familie und Beruf gut miteinander zu vereinbaren.“

Hochwertiges und erschwingliches Angebot

Eine großzügige Förderung des Landes ermöglicht eine für Familien leistbare Kinderbetreuung. „Beide Elternteile, also Mütter und Väter, sind für die Familienarbeit verantwortlich. Ebenso sollen beide Elternteile die Möglichkeit haben, in ihrem Beruf tätig zu sein. In Verbindung mit einer guten Kinderbetreuung kann dies sehr gut gelingen“ so Klambauer und sie ergänzt: „Die Situation in den Familien wandelt sich. Früher lebten oft Großeltern in der Nähe, die die Kinderbetreuung flexibel übernehmen konnten. Heute gibt es außerdem viele Alleinerziehende, die ebenso auf eine gute Kinderbetreuung angewiesen sind. Ich möchte alle Familien unterstützen, damit ihr Alltag gut gelingt. Es wäre schön, wenn sich Paare wieder zunehmend für Kinder entscheiden.“ Die aktuellen Zahlen der Landesstatistik belegen, dass man in Salzburg damit auf einem guten Weg ist.

Fast 31.000 Kinder in Betreuungseinrichtungen

Insgesamt werden 30.884 Kinder außerfamiliär betreut (1.021 mehr als ein Jahr zuvor). Dieser Anstieg betrifft sowohl die Kleinkinder (unter 3 Jahre), die Kindergartenkinder (3 bis unter 6 Jahre) und die Betreuung der Schulkinder. In allen Bezirken (mit Ausnahme der Stadt Salzburg) haben sich die Betreuungsquoten verbessert.

573 institutionellen Einrichtungen

Bei den institutionellen Einrichtungen (dazu zählen Krabbelgruppen, Kindergärten, alterserweiterte Gruppen, Horte, alterserweiterte Kindergartengruppen, Schulkindgruppen) konnte die Anzahl um 16 auf 573 gesteigert werden.

Es gibt 23.493 bewilligte Plätze, um 601 mehr als im Jahr zuvor. Es gibt nur noch sieben Einrichtungen (1,2 Prozent), die weniger als 21 Stunden pro Woche geöffnet haben. Das sind solche, die ausschließlich Schulkinder betreuen, die zudem halbtägig in der Schule sind. Krabbelgruppen und alterserweiterte Gruppen haben durchschnittlich mehr als 47 Wochen geöffnet, das bedeutet, sie haben kürzer geschlossen als die Eltern Urlaub haben. Bei den Kindergärten kommt man zwar nur auf durchschnittlich 45,1 Wochen, dabei ist aber zu berücksichtigen, dass in Orten mit mehreren Kindergärten (z.B. Stadt Salzburg) die Einrichtungen ihre Schließzeiten untereinander abstimmen, sodass die Kinder in einer anderen Einrichtung betreut werden können. 90,1 Prozent (+ 0,6 Prozentpunkte) bieten ein Mittagessen an.

Ganztagesbetreuung in der Landeshauptstadt gefragt

In der Stadt Salzburg ist der Anteil ganztägig betreuter Kinder von 62,8 Prozent auf 64,4 Prozent aller betreuten Schützlinge gestiegen. Was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft, so wird diese nach einem speziellen Kriterienkatalog gemessen (VIF-Indikator). Innergebirg ist der Anteil VIF-konformer Einrichtungen (für unter 6-Jährige) gestiegen.

9.600 Kinder bei Tageseltern oder in schulischer Nachmittagsbetreuung

Stärker nachgefragt sind auch die nicht-institutionellen Einrichtungen wie Tageseltern oder die schulische Nachmittagsbetreuung. Hier werden mit 9.623 Kindern um 529 mehr betreut als ein Jahr zuvor. LK_190429_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum