Unermüdlicher Einsatz für Salzburgs Wirtschaft

Haslauer würdigte langjährigen WKS-Präsident Konrad Steindl / Auf ihn folgt Manfred Rosenstatter

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.04.2019
 

(HP) Wohlstand und soziale Sicherheit bei den Klein- und Mittelbetrieben standen immer im Fokus von Präsident Konrad Steindl, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS), der in den Ruhestand verabschiedet und für seine Verdienste gewürdigt wurde.

„Konrad Steindl war nicht nur ein langjähriger Weggefährte aus der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit, die von großem Gleichklang der wirtschaftspolitischen Einschätzung, aber auch der sachstrukturierten Arbeit begleitet war, sondern war und bleibt ein verlässlicher und guter Freund“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Ich bedanke mich für die hervorragende Zusammenarbeit und für die unzähligen freundschaftlichen Gespräche und wünsche ihm und seiner Familie eine wundervolle Zeit und alles erdenklich Gute“, so Haslauer.  

Wohlstand durch Klein- und Mittelbetriebe

„Aus tiefer Überzeugung sehe ich den wichtigsten Hebel für Wohlstand und soziale Sicherheit bei den Klein- und Mittelbetrieben. Sie geben zwei Drittel aller unselbstständig Beschäftigten Arbeit. Geht es 99 Prozent unserer Mitglieder schlecht, dann geht es der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft schlecht, so lautete sein Credo. Die Nachfolge von Steindl tritt der Seehamer Unternehmer Manfred Rosenstatter an.

Meilensteine der Ära Steindl

 Zu den Meilensteinen Steindls zählen etwa die Einführung der „Investitionszuwachsprämie“, mit ihr wurden fast 90 Millionen Euro an zusätzlichen Investitionen im Bundesland Salzburg ausgelöst. Auch die Etablierung der KMU-freundlichen „Fairen Vergabe“ samt Fairnesskatalog auf Landesebene gehören dazu ebenso wie der Umbau des WIFI, der Talente-Check und der „Meister-Scheck“, beides gemeinsame Projekte von Land und WKS. Mit der Informatik-HTL in St. Johann wurde ein neuer Zweig geschaffen. In der FH Salzburg wurde der Ausbau in Richtung Technik betrieben: Rund 1.000 der derzeit 2.700 Studienplätze haben einen technischen Hintergrund. Außerdem wurden die Service-App „myWKS“ gestartet sowie ein Krisen- und Notfallmanagement etabliert. Für Ein-Personen-Unternehmen wurden die EPU-Erfolgstage und Bezirks-Tage neu eingeführt.

Bilanzbuchhalter und Autohändler

Konrad Steindl wurde am 3. September 1955 in Hof geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter und Steuersachbearbeiter. Von 1974 bis 1979 arbeitete er als Bilanzbuchhalter. Von 1980 bis 1984 übernahm er die Geschäftsführung des Autohauses Neuhofer in Kuchl. 1984 erfolgte die Gründung der Steindl-Mayr OHG. Bis 1993 erwarb Konrad Steindl mehrere Autohäuser in Salzburg. Er führt drei Kfz-Betriebe in Kuchl, Oberndorf und Salzburg mit rund 60 Mitarbeitern.

Sechs Jahre lang Präsident

In der Wirtschaftskammer übte Konrad Steindl zu Beginn die Funktion des stellvertretenden Landesinnungsmeisters der Kraftfahrzeugtechniker aus. Von Oktober 2003 bis November 2012 war er Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk. Ab Februar 2011 bis zu seinem Antritt als Präsident hatte er die Funktion des Obmannes der Bundessparte Gewerbe und Handwerk inne. Am 3. Dezember 2013 wurde Konrad Steindl zum Präsidenten der WKS gewählt. Von November 2002 bis Oktober 2013 war Steindl Abgeordneter zum Nationalrat. LK_190430_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum