Maßnahmen gegen Stau-Umfahrer entlang der A10

Schnöll: Im Sommer weitere Tests für das Staumanagement im Lungau / Ausweichverkehr minimieren / Mit Einsatzorganisationen koordiniert

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.04.2019
 

(LK) Das Land Salzburg und die Asfinag setzen weitere Maßnahmen, um für den Feriensommer auf der A10 gerüstet zu sein. „Wir wollen den Sommerreiseverkehr auf der Tauernautobahn halten, um die Anrainer und Landesstraßen zu entlasten“, formuliert Verkehrslandesrat Stefan Schnöll als Ziel.

Dreh- und Angelpunkt des Konzeptes und der Maßnahmen soll ein beschleunigter Verkehrsfluss sein. Die Ergebnisse der Testwochenenden im vergangenen Jahr und eine weiterentwickelte Studie der Asfinag bilden die Grundlage dafür. „Die Einsatzorganisationen wurden eingebunden und sind mit an Bord. Die Asfinag nimmt auch Geld in die Hand, um ihre Anforderungen umzusetzen“, unterstreicht Schnöll. Experten der Asfinag empfehlen neben baulichen Adaptierungen bei der Mautstelle St. Michael, weiterhin auf manche Blockabfertigungen zu verzichten, solange es der Verkehrsfluss zulässt.

Weniger "Stau-Enden" - weniger Ausweichverkehr

"Wir sehen folgende Vorteile: Es gibt weniger Stau-Enden und es kann dadurch der Ausweichverkehr auf die Landesstraßen vermieden bzw. zumindest reduziert werden. Das entlastet die Anrainer vom Urlauber-Reiseverkehr", betont Landesrat Schnöll.

Landesstraßen entlasten

Gegenstand der ursprünglichen Studie war auch der Ausweichverkehr von der A10 in das Landesstraßennetz. Das Ergebnis: Die zahlreichen Blockabfertigungen erhöhen den Ausweichverkehr und verursachen Verkehrsbehinderungen auf den Landesstraßen. Das lässt sich einfach erklären: "Wenn es bereits in Golling staut, schicken die Navis die Autos von der Autobahn runter", so Studienautor Hochkofler vor der ersten Testphase im vergangenen Jahr. Und noch ein interessantes Detail aus der Ursprungs-Studie: Die Mautstelle in St. Michael im Lungau kann ihre Kapazität am besten bei kontinuierlichem Verkehr entfalten, nicht aber, wenn die Fahrzeuge blockweise ankommen.

Mautstelle St. Michael wird optimiert

Die baulichen Maßnahmen bei der Zufahrt zur Hauptmautstelle in St. Michael haben bereits begonnen. Konkret wird eine frühere „Auffächerung“ zum Mautvorplatz umgesetzt. Außerdem wird auch die Spurführung zu den Mautkabinen optimiert. „Die Asfinag erwartet sich durch die Maßnahmen eine zügigere Anfahrt zur Mautstelle und somit höhere Abfertigungszahlen“, so Schnöll zu den Verbesserungen.

Zusätzlicher Rettungszugang

Bei der Einhausung Oberweißburg nahe der Mautstelle wird ein weiterer Zugang für Einsatzkräfte geschaffen, um im Notfall rasch und effizient helfen zu können.

Ausfahrt Zederhaus nur für Ziel-und Quellverkehr offen

Das Abfahren von der Autobahn bei Zederhaus soll nur für den Ziel- und Quellverkehr möglich sein, betont Verkehrslandesrat Schnöll: „Die Autobahnabfahrt wird während der Tests nur für Anrainer und Gäste mit Zielen in der unmittelbaren Umgebung offen sein. Wir wollen dadurch Ausweichverkehr vermeiden.“

Weitere Tests heuer zur Hauptreisezeit

Diese Maßnahmen werden an vier Wochenenden mit erwarteten Verkehrsspitzen zwischen 13. Juli und 3. August getestet. Danach wird die Asfinag die Erfahrungen und gewonnen Daten auswerten, damit in Zukunft weitere Schritte gesetzt werden können, um den Ausweichverkehr auf ein Minimum zu reduzieren und festgelegt werden kann, wie das Staumangement langfristig ausgerichtet werden soll. „Die Zusammenarbeit mit der Asfinag funktioniert gut. So kommen wir dem gemeinsamen Ziel der Stauverringerung näher“, fasst Schnöll zusammen.  LK_190430_60 (sm/mel)

 

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-3341, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum