Auch die Natur braucht Ruhe

Wildökologisches Forum Alpenraum / Artenvielfalt bewahren

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.05.2019
 

(HP)  Wandern und Mountainbiken sind gesund, aber nicht immer ganz konfliktfrei. Vor allem, wenn die Freizeitsportler dabei Wildtiere stören. „Wildruhegebiete – Wozu? Wie? Wo? Wann? Wer?“ heißt derzeit die zentrale Frage beim Wildökologischen Forum Alpenraum in Salzburg.

„Mich freut es, wenn viele Menschen unsere Natur genießen und ihre Freizeit in den wunderbaren Landschaften unseres Bundeslandes verbringen. Denn nur so bekommt man einen direkten Bezug zur Natur und lernt diese auch zu achten und zu schützen. Uns muss jedoch allen bewusst sein, dass es auch Landschaftsteile geben muss, die frei von Bewirtschaftungs- und Freizeitnutzungsdruck sind“, sagte Natur-Landesrätin Maria Hutter bei der Veranstaltung im Heffterhof.

Völlig unbeeinflusste Bereiche notwendig

Die Natur benötige dringend auch ungestörte und völlig unbeeinflusste Bereiche. „Dadurch kann“, so Hutter weiter, „eine natürliche Entwicklung und Regeneration erfolgen und die vorhandene Artenvielfalt aufrechterhalten werden. Dies gilt nicht nur für unser Wild und den Wald. Wir müssen für alle natürlichen Lebensräume diese Ruhe- und Naturzonen respektieren.“

Diskussionsbeiträge von internationalen Experten

Die Nutzung der Natur durch Freizeitsportler aller Art nimmt in Österreich weiter zu. Forstbesitzer, Jäger und bäuerliche Tierhalter müssen sich zunehmend mit den Folgen befassen, und solche gibt es auch für Wildtiere. Deren Lebensraum wird immer öfter von Mountainbikern und Wanderern durchquert, die vielfach wenig Kenntnis über das Wild und dessen Lebensrhythmus haben. Internationale Experten beschäftigten sich heute bei dem Forum mit rechtlichen Aspekten von Wildruhezonen ebenso wie mit ökologischen und biologischen oder den Auswirkungen auf die Sport- und Tourismuswirtschaft. LK_190516_21 (kg/grs)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum