Professionelle Mittler zwischen Alltag und Schule

Schulsozialarbeiter tauschen bei Fachtagung Erfolgsrezepte aus / Land strebt weiteren Ausbau an

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.05.2019
 

(LK)  Knapp 6.000 Mal haben die Sozialarbeiter an Salzburgs Pflichtschulen im vergangenen Unterrichtsjahr junge Menschen beraten und ihnen mit fast 1.000 Workshops weitergeholfen. „Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen mit dem schulischen Alltag in Einklang bringen, das schaffen unsere Schulsozialarbeiter tagtäglich. Sie können Konflikte abbauen und ein bestmögliches Lernumfeld schaffen“, weiß Bildungslandesrätin Maria Hutter.

„Schulsozialarbeit ist deshalb so wichtig, weil sie einen präventiven Ansatz verfolgt, damit Konflikte erst gar nicht entstehen. Je früher wir sie einsetzen, desto leichter ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten Probleme aufzuarbeiten und Konfliktlösungen zu entwickeln“, ist Hutter überzeugt, und sie hält fest: „Wir brauchen dringend einen weiteren Ausbau des Angebots, denn jeder Cent ist sehr gut investiertes Geld und spart hohe Folgekosten bei gescheiterten Bildungskarrieren. Es gibt viele positive Rückmeldungen und einen massiven Rückgang bei den Schulabbrüchen.“

Weiterer Ausbau notwendig

Vom Bund wurde in Folge der Flüchtlingssituation an 17 Salzburger Pflichtschulen Schulsozialarbeit angeboten. Dieses Projekt wäre mit Ende des Schuljahres ausgelaufen. „Gemeinsam mit Bildungsminister Heinz Faßmann ist es mir gelungen, dass wir durch eine Beteiligung des Landes dieses wichtige Angebot erhalten können. Aus meinem Ressort nehmen wir dafür allein im kommenden Schuljahr 175.000 Euro in die Hand. Zusätzlich möchte ich die bestehende Schulsozialarbeit weiter ausbauen“, so Hutter.

Wege zu den besten Lösungen

Experten aus der Praxis tagen derzeit an der Fachhochschule in Puch-Urstein und erörtern in acht Arbeitsgruppen die Herausforderungen und Lösungswege. Wie können Jugendliche motiviert werden, sich mehr einzubringen, wie gelingt die Zusammenarbeit mit den Eltern, was tun bei Cybermobbing, wie kann Toleranz die Diskriminierung ablösen und wie Schulangst und Schulvermeidung begegnet werden?

20 Jahre Schulsozialarbeit in Salzburg

Bereits im Februar 1999 startete das erste Schulsozialarbeitsprojekt des Vereins Neustart unter dem Titel „Modellversuch Kriminalitätsprävention in der Polytechnischen Schule“ in Salzburg. Mit zehn Wochenstunden betraten zwei Sozialarbeiter das Neuland Schule und boten den rund 250 Schülern niederschwellige professionelle Hilfe in schwierigen Lebenssituationen an.

Geld ist gut investiert

Inzwischen sind 27 Sozialarbeiter an den Salzburger Pflichtschulen im Einsatz. Das Bildungsressort hat die Gelder für diesen Bereich in den vergangenen Jahren verneunfacht. Aufgrund der Erfolge dieses Projekts ist ein weiterer Ausbau geplant. LK_190516_61 (sm/grs)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum