Raritäten auf vier Rädern mitten in der Altstadt

90 Jahre Gaisbergrennen / Bewerbe und Kulinarik bis 1. Juni

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.05.2019
 

(LK)  Egal ob Alfa Romeo, BMW, Jaguar oder Porsche – sie begeistern auch heute noch Jung und Alt, auch wenn sie schon Tausende Kilometer auf dem Tacho haben. Heute startete das Jubiläums-Gaisbergrennen 2019 für historische Automobile mit der Fahrzeugpräsentation auf dem Residenzplatz. Mit dabei Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Zur Zeit beschäftigt sich Landesrat Stefan Schnöll mehr mit zukünftigen Lösungen wie autonomes Fahren oder auch alternative Treibstoffe, aber die Oldtimer faszinieren doch immer wieder. „90 Jahre Gaisbergrennen bedeuten eine Zeitreise in die Geschichte des Automobilrennsports. Waren einst die Rennfahrer die Stars, so sind es heute die Fahrzeuge selber, die im Zentrum des Interesses stehen“, so Schnöll.

170 Teams und 46 Automarken

Dank dem rührigen Organisationskomitee des Salzburger Ralley Clubs mit Präsident Gert Pierer an der Spitze ist es auch heuer wieder gelungen, an den drei Tagen bis 1. Juni eine attraktive Kombination aus Salzburg, Kulinarik und den Rennbewerben zu arrangieren, die Tausende Oldtimerbegeisterte aus Nah und Fern anlockt. Mehr als 170 Teams aus 13 Nationen sowie 46 verschieden Automarken sind am Start.

40 Jahre lang zählte die Schnelligkeit …

Vierzig Jahre lang fand auf Salzburgs Hausberg das internationale Gaisbergrennen statt. Initiator der ersten Veranstaltung am 6. September 1929 war Baron von Preuschen, damaliger Präsident des Salzburger Automobilclubs. Es blieb über die Jahre hinweg überwiegend eine Veranstaltung für Automobile, wenn es auch immer wieder Motorradläufe gab. Das letzte Rennen verlief am 7. September 1969 unspektakulär mit nur noch 10.000 Zuschauern.

… heute die Gleichmäßigkeit

Sehr viel gemächlicher, aber um nichts weniger spektakulär finden seit 2003 erneut Rennen auf den Salzburger Hausberg statt. Dabei handelt es sich um Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile, die mit Veranstaltungen in der Altstadt (Stadt Grand Prix von Salzburg) und auf dem Salzburgring kombiniert werden. Die Sieger werden aus der Addition der Wertungsläufe ermittelt. Die geringste Zeitabweichung ergibt den Sieger.

Aus Freude am rollenden Museum auf der Straße

So wie vor 16 Jahren sind auch heute Gert Pierer, Hermann Schwarz und Thomas Matzelberger die „Motoren“ der Veranstaltung. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) wollte von Gert Pierer wissen, woher bei ihm diese Begeisterung für historische Automobile kommt?

Pierer: „Diese wurde von meinem Großvater angefacht, von Jochen Rindt beflügelt und durch die Freude an der Technik weitergetragen.“

LMZ: Sie haben 2003 das Gaisbergrennen wiederbelebt. Was war dafür ausschlaggebend?

Pierer: „Das war das Bewusstsein des historischen Erbes und der Wiederaufnahme von internationalen Bewerben, wie beispielsweis die Mille Miglia.“

LMZ: Wie hat sich die Veranstaltung seither entwickelt?

Pierer: „Durch das große Interesse der Teilnehmer an der Veranstaltung und des positiven Widerhalls der Zuschauer und Zuschauerinnen hat sich eine zunehmende internationale Verankerung zum Vorteil von Stadt und Land Salzburg ergeben.“

LMZ: Gibt es noch Pläne oder Visionen für die Zukunft?

Pierer: „Für mich ist das die weitere Durchführung bis zum 100-Jahre-Jubiläum, jedoch ohne autonomes Fahren, und damit das Erhalten des rollenden Museums auf der Straße.“ LK_190530_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4941, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum