Zum Schmelzwasser kommt lokale Gewittergefahr

Salzach erreicht im Oberpinzgau und Pongau die Warngrenze / Hubbrücke in Mittersill bereit

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.06.2019
 

(LK)  Der Katastrophenschutz des Landes Salzburg sieht aus derzeitiger Sicht die Hochwassersituation als „lokal potentiell kritisch“. Die Hitzewelle und die dadurch große Menge an Schmelzwasser plus die steigende, lokale Gewittergefahr könnten eine brisante Mischung ergeben.

Derzeit (Stand 12.30 Uhr) haben die Salzach in Mittersill mit 418 Zentimeter und in Wallnerau bei Schwarzach im Pongau mit 305 Zentimeter die Warngrenze überschritten. „Das liegt zurzeit an der intensiven Schneeschmelze, vor allem entlang der Salzach und deren Zubringern im Pinzgau und im Pongau. Die Temperaturen betragen auf 2.000 Meter Seehöhe zirka 14 Grad. Die Null-Grad-Grenze liegt zwischen 3.500 und 5.000 Meter Seehöhe“, das melden der Katastrophenschutz und der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg einhellig.

Lokale Gewittergefahr im Pinzgau, Pongau und Lungau

Aus derzeitiger Sicht ist die Gewittergefahr noch gering, jedoch sind lokale Regengüsse jederzeit möglich und können die Hochwassersituation verschärfen. Hauptbetroffene Gebiete sind der Pinzgau und der Pongau, also die Zubringer in den Tauerntälern, aber auch der Lungau. „Die Einsatzorganisationen sind informiert und befolgen im Falle des Falles den jeweiligen Hochwasseralarmplan“, versichert der Katastrophenschutz.

Hubbrücke in Mittersill einsatzbereit

In Mittersill könnte in den nächsten Stunden und Tagen die neue Hubbrücke zum Einsatz kommen. Sie kann um bis zu zwei Meter angehoben werden, um bei Hochwasser Verklausungen in Mittersill zu vermeiden. Die Salzach wird unabhängig von den Gewittern in Mittersill und im Bereich Bruck-Neuwiesen in ihre Retentionsbecken überlaufen.

Aktuelle Pegelstände

Wie es in Salzburg mit den Pegelständen aussieht, wird vom Hydrographischen Dienst laufend aktualisiert: www.salzburg.gv.at/hydris. LK_190612_72 (mel/grs)

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