Fünf Palliativteams der Caritas kümmern sich um 500 Patienten

Land sichert die finanzielle Basis / Diagnose und Hilfe auch via Telefon

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.06.2019
 

(HP)  Seit zehn Jahren kümmert sich das mobile Palliativteam der Caritas im Zentralraum Salzburg um schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen. Das Angebot wird vom Land, den Krankenkassen und aus Spenden finanziert, ist für die Klienten kostenlos. Zum runden Geburtstag gibt es zwei besondere Geschenke: Ein zweites Team im Zentralraum und ein neues Tool, das die Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten erleichtert.

„Die Caritas trägt durch ihre Arbeit und ihr Engagement wesentlich dazu bei, dass es in Salzburg ein sehr gutes Hospiz- und Palliativangebot gibt, für das das Land auch die finanzielle Basis sicherstellt. Im heurigen Jahr sind das rund 1,3 Millionen Euro. Gleichzeitig bringen aber auch die Bevölkerung und viele Betriebe einen bedeutsamen Beitrag durch Spenden auf, ohne den vieles nicht möglich wäre“, betonte heute Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und sprach dem mobilen Palliativteam der Caritas sowie allen Einrichtungen und den vielen Menschen, die hier tätig sind, seinen Dank aus.

Steigender Bedarf

Das mobile Palliativteam im Salzburger Zentralraum schloss bei seiner Installierung vor zehn Jahren eine Lücke in der Betreuung. „Der Bedarf ist über die Jahre stetig gestiegen, und wir konnten nicht alle Anfragen abdecken. Mit dem zweiten Team, das wir gerade in und rund um Salzburg aufbauen, können wir deutlich mehr Patienten und ihre Angehörigen betreuen“, versichert Caritas-Direktor Johannes Dines.

Per Video mit dem Arzt in Kontakt

Eine wesentliche Verbesserung für die Betreuung bringt auch ein neues Tool: Telemedizin ermöglicht es Patienten, Palliativfachkräften und Angehörigen rasch und unkompliziert mit dem zuständigen Arzt via Videotelefonie in Kontakt zu treten. „So besteht die Möglichkeit, die Symptome selber zu schildern. Das Fachpersonal vor Ort kann schnell reagieren und die Behandlung anpassen“, schildert Dines die Vorteile.

Schmerztherapie im Fokus

Fünf mobile Palliativteams der Caritas gibt es nunmehr im Bundesland Salzburg, zwei im Zentralraum – Stadt, Flachgau, Tennengau – sowie je eines im Pongau, Pinzgau und Lungau. Knapp 500 Patienten werden jährlich betreut, davon mehr als 200 Menschen in Salzburg und Umgebung. Die speziell ausgebildeten Palliativfachkräfte arbeiten in enger Abstimmung mit den Ärzten. Im Fokus stehen dabei die Schmerztherapie und die Behandlung krankheits- und therapiebedingter Symptome. LK_190614_41 (sab/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum