Lungau sagt „Jain“ zu Wind

Regionalverband entschließt sich zu einer Vorbereitungs- und Evaluierungsphase / Energiereferent begrüßt diese Bereitschaft

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.06.2019
 

(LK) Am heutigen „Internationalen Tag des Windes“ stimmten die Lungauer Bürgermeister über die Errichtung von Windkraftanlagen im Lungau ab. Mit dem Ergebnis, dass sich der Regionalverband Lungau zu seiner Verantwortung in der Erzeugung von erneuerbarer Energie bekennt und sich für eine Vorbereitungs- und Evaluierungsphase ausgesprochen hat.

„Ich werte die Entscheidung des Lungauer Regionalverbandes als positiv“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der stets die Notwendigkeit der Windenergie in Salzburg - als einen wichtigen Teil der erneuerbaren Energiequellen - unterstrichen hat.

Masterplan 2030

„Für mich ist die Entscheidung der Lungauer Bürgermeister ein gutes Signal, weil es keine Absage an die Windenergie bedeutet. Die Gemeindevertretungen haben sich in der letzten Zeit mit dem Thema Windenergie und auch mit der großen Herausforderung des Klimawandels auseinandergesetzt, das wollen sie mit einer Vorbereitungs- und Evaluierungsphase nun weiter tun. Gerne nehme ich den Vorschlag der Bürgermeister auf, dass die Landesregierung den Informationsprozess bundeslandweit fortsetzt und verstärkt. Wir wollen die Bevölkerung bestmöglich mitnehmen und eine transparente und wirkungsvolle Klima- und Energiepolitik betreiben. Es ist Teil unserer Klima-und Energiestrategie, dass wir künftig alle Regionen in den Prozess rund um den Ausbau von erneuerbaren Energien und Ressourcenschonung einbeziehen wollen. Wir werden mit dem Masterplan 2030, der gerade erstellt wird, einen Fahrplan der Klima- und Energiepolitik in Salzburg vorlegen. Das gewünschte Energiekonzept wird besondere Aufmerksamkeit bekommen.“

Umfangreiche Information

Der für Energie und Klimaschutz zuständige Heinrich Schellhorn will im Bundesland Salzburg in den kommenden Monaten mit einem umfangreichen Partizipationsprozess für alle Salzburgerinnen und Salzburger starten, um über die Ziele und die notwendigen Maßnahmen im Zuge der Klima- und Energiestrategie des Landes zu informieren.

Fehlendes Puzzleteil Windkraft

„Wir verbrauchen in Salzburg jedes Jahr mehr Strom als wir produzieren. Wir importieren jährlich Energie um 800 Millionen Euro - auch Atomstrom. Vor allem im Winter reichen Wasserkraft und Sonnenenergie nicht aus, um Salzburg zu versorgen. Die Windkraft ist hier das fehlende Puzzleteil zur Überbrückung, das sollen die Salzburgerinnen und Salzburger erfahren, nachvollziehen und verstehen können. Es muss klarwerden, dass alle gefordert sind, ihre Beiträge zu leisten.“

Bis 2050 klimaneutral und energieautonom

Energie- und Klimapolitik sind zentrale Themen für die Salzburger Landesregierung, die dafür die Klima- und Energiestrategie (www.salzburg2050.at) verfasst hat. Diese sieht vor, dass Salzburg bis zum Jahr 2050 klimaneutral, energieautonom und nachhaltig ist. Das bedeutet: Null Prozent Treibhausgas-Emissionen und 100 Prozent Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. Die eigene Stromversorgung wäre somit rund um das Jahr gewährleistet und millionenteure Stromimporte könnten weitgehend eingespart werden.

Zeit zu handeln

„Ich werde mich in den kommenden Monaten weiterhin für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Salzburg wie auch für unsere Klimaziele, die wir uns für unser Bundesland gesetzt haben, stark machen. Jetzt ist die Zeit umzudenken, Bewusstsein zu schärfen, noch besser zu informieren und vor allem: zu handeln“, bekräftigt Schellhorn. Da braucht es nicht nur aus allen Ressorts eine intensive Zusammenarbeit, sondern auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden und Bevölkerung. Dies wollen wir erreichen.“

Unterstützung für Gemeinden und Regionen

Schellhorn betont abschließend: „Ich lade Gemeinden und Regionen ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen, auf die umfassenden Beratungsprogramme und Unterstützungsangebote des Landes zurückzugreifen und diese auch zu nutzen.“ LK_190615_40 (rb/sab)

 

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum