Verkehr besser lenken

Einsatzzentrale für den Sommer-Reiseverkehr wird in der Stabsstelle der Landespolizeidirektion eingerichtet

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.06.2019
 

(LK)  Der Sommer steht vor der Tür und damit auch intensives Verkehrsaufkommen auf Salzburgs Straßen. „Rasch reagieren, wenn es zu Stau, Unfällen oder unvorhergesehenen Ereignissen kommt, hat hier oberste Priorität. Es ist sinnvoll, das Geschehen zentral zu lenken, damit der Verkehr so schnell wie möglich und sicher fließt“, so Landesrat Stefan Schnöll bei einem Besuch in der Verkehrsleitzentrale der Salzburger Polizei.

Gemeinsam mit Salzburgs Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler überzeugte sich Schnöll von der Arbeit der Polizisten, die mit ihrer Leitzentrale unter anderem als Einsatzzentrale bei Unfällen dienen und auch die Ampeln in der Stadt Salzburg steuern. „Erhöhter Verkehrsfluss, Vermeidung von Stop-and-Go, Beschleunigung und deutlich weniger Ausweichrouten durch die Wohnquartiere: Eine flächendeckende koordinierte Ampelsteuerung ist eines der wichtigsten Instrumente der Steuerung. Deshalb haben wir diesen Punkt auch im Parteienübereinkommen der Stadt verankert“, erklärt Unterkofler.

Ziel: Übergeordnete Leitzentrale forcieren

Erklärtes Ziel von Stadt und Land ist die Schaffung einer übergeordneten Leitzentrale nach dem Vorbild anderer europäischer Städte, in der alle bestehenden Zentralen und Informationen zusammengeführt werden. „Wir brauchen in Salzburg eine operative Steuerungsmöglichkeit, um beobachten und lenken zu können, wenn etwas passiert. Es kann nicht sein, dass bei einem Unfall oder technischem Gebrechen der ganze Verkehr zum Erliegen kommt. Und da muss es dann schnell gehen“, sind sich Schnöll und Unterkofler einig.

Vorstufe für landesweite Leitstelle

Für den heurigen Sommer wird provisorisch eine Einsatzzentrale eingerichtet, im Hintergrund laufen die Planungen für eine übergeordnete ständige Leitstelle. „Die Einsatzzentrale, bestehend aus Behörde, Polizei und Asfinag, wird das Geschehen an sechs Test-Wochenenden im Sommer im Blick behalten, trifft bei Bedarf Entscheidungen und kümmert sich auch um die Kommunikation“, sagt Landesrat Schnöll und ergänzt: „Das erste Mal wird die Zentrale am 13. Juli eingesetzt. Ich danke Landespolizeidirektor Franz Ruf, dass er uns für die heurigen Test-Wochenenden seine Räumlichkeiten in der Stabsstelle der Landespolizeidirektion zur Verfügung stellt.“

Nächste Schritte für langfristige Umsetzung

Als Modell für die übergeordnete Leitzentrale dient Baden-Württemberg, wo die Koordination zentral in Stuttgart vorgenommen wird. „In einem nächsten Schritt werden wir uns nach der Polizei in den kommenden Wochen und Monaten mit den ÖBB, der Asfinag und weiteren Partnern abstimmen, um die weitere Vorgehensweise festzulegen. Wir wollen im Herbst einen ersten Plan vorzeigen können“, so Schnöll und Unterkofler abschließend. LK_190619_60 (sm/grs)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4941, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum