Gemeinden nahmen 900 Millionen Euro an Steuern ein

Einnahmen fast zur Gänze aus Ertragsanteilen sowie Kommunal- und Grundsteuer

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.06.2019
 

(LK)  Alle 119 Salzburger Gemeinden verfügten im Jahr 2017 in Summe über rund 900 Millionen Euro an Steuereinnahmen. Diese setzen sich zu zwei Drittel aus den Ertragsanteilen einschließlich Spielbankabgabe, zu knapp einem Viertel aus der Kommunalsteuer und etwa sechs Prozent aus der Grundsteuer zusammen. Damit entfielen über 95 Prozent auf diese drei Arten. Interessentenbeiträge und sonstige Abgaben beliefen sich auf zwei bis drei Prozent.

Dies geht aus den Gemeindeportraits, erstellt von der Landesstatistik, hervor. Wie stellt sich nun die Situation der Kommunen dar, das heißt, wie finanzieren sie sich?

Ertragsanteile sind wichtigste Einnahmequelle

Für die überwiegende Zahl der Gemeinden sind die Ertragsanteile die wichtigste Einnahmequelle. Konkret betrug 2017 ihr Anteil am gesamten Steueraufkommen zwischen knapp über 47 Prozent in Wals-Siezenheim und Untertauern bis etwa 90 Prozent in Göriach und Lessach im Lungau. Lediglich in Fuschl am See und Bergheim war das Aufkommen an Kommunalsteuer mit 63,4 beziehungsweise 47,8 Prozent höher als das Aufkommen an Ertragsanteilen mit 29,9 beziehungsweise 42 Prozent.

Deutliche Unterschiede bei der Kommunalsteuer

Landesweit betrachtet ist die Kommunalsteuer die zweitwichtigste Einnahmequelle der Gemeinden. Aber auch hier gab es 2017 deutliche Unterschiede. Während in Fuschl am See 63,4 Prozent und in Bergheim und Wals-Siezenheim immerhin noch knapp die Hälfte des gesamten Steueraufkommens auf die Kommunalsteuer entfiel, waren es in Lessach und Göriach weniger als zwei Prozent.

Grundsteuer: Unterschiede deutlich geringer

Bei der Grundsteuer, die bei den Einnahmen der Gemeinden landesweit auf Platz drei liegt, sind die Unterschiede deutlich geringer. Anteilig das höchste Aufkommen in dieser Kategorie wiesen im Jahr 2017 die Tourismus-Destinationen Maria Alm am Steinernen Meer mit 14 Prozent, Untertauern mit 13,4 Prozent und Saalbach-Hinterglemm mit 13,1 Prozent auf. In der Stadt Salzburg sowie in Hallein und Bischofshofen trug die Grundsteuer hingegen nur jeweils 4,6 Prozent zu den gesamten Steuereinnahmen bei.

Gemeindeporträts auf der Landes-Webseite

Die Gemeindeporträts stellen wichtige Eckdaten der 119 Salzburger Kommunen tabellarisch und grafisch dar und werden von der Landesstatistik unter der Leitung von Gernot Filipp regelmäßig nach Vorliegen der aktuellen Bevölkerungszahlen aktualisiert. Zu finden sind sie inklusive der Übersichten für die Bezirke und das Land auf der Landes-Webseite. LK_190624_51 (grs/sm)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum