Karl Weilguny ist Fahnenträger bei den Betriebssportspielen

7.000 Sportler werden erwartet / Interview mit dem Fahnenträger

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.06.2019
 

(LK)  Fast 40 Jahre im Betriebssport, fast 2.000 Tore für die Fußballmannschaft Land Salzburg in mehr als 1.200 Spielen. Erfolge und Rekorde lässt Karl Weilguny nicht missen. Doch die höchste Auszeichnung wartet auf den 59-jährigen Landesbediensteten in diesen Tagen. Er ist Fahnenträger der österreichischen Delegation bei der Eröffnungszeremonie zu den Europäischen Betriebssportspielen am Mittwochabend auf dem Salzburger Residenzplatz. Außerdem führt er das Fußballteam der Betriebssportgemeinschaft Land Salzburg (BSG) einmal mehr als Kapitän auf das Feld.

Von Donnerstag bis Samstag werden auf 35 Sportstätten in und um Salzburg Wettbewerbe in 27 Sportarten mit 326 Disziplinen ausgetragen. Die Sportart mit den meisten Anmeldungen ist – wie fast immer – Fußball mit zirka 1.200 Spielern. Das größte Kontingent stellt Deutschland mit fast 3.500 Athleten. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat Karl Weilguny zwischen Arbeit, Training und Organisationsstress – er ist auch im Organisationskomitee tätig – kurz erreicht und mit ihm über die kommenden Tage gesprochen.

LMZ: Welchen Stellenwert hat die Ehre als Fahnenträger?

Weilguny: Einen sehr großen natürlich! Abgesehen von Erfolgen auf dem Fußballplatz ist das wohl ein Höhepunkt und auch ein bisschen eine Anerkennung für fast 40 Jahre Engagement im Betriebssport.

LMZ: Wie viele Sportler werden Sie mit der Fahne anführen?

Weilguny: Es nehmen zirka 900 Sportlerinnen und Sportler aus Österreich teil. Insgesamt sind es rund 7.000 aus 23 Nationen. Allein Salzburger Firmen sind mit 570 Aktiven vertreten. Ich hoffe, möglichst viele sind bei der Eröffnung auf dem Residenzplatz dabei. Auch Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen, genauso wie bei den Bewerben, die von Donnerstag bis Samstag stattfinden.

LMZ: Wie groß und schwer ist die Fahne, und wie lange müssen Sie sie halten?

Weilguny: Die Fahnenstange ist ungefähr zwei bis drei Meter lang, die Flagge selber nicht sehr groß. Insgesamt wird es also nicht allzu schwer sein. Und wenn es mir zu lange dauert, können ja meine jüngeren Teamkollegen aushelfen.

LMZ: Mit einem Augenzwinkern gefragt: Es besteht also keine Verletzungsgefahr, Sie werden fit sein für die Bewerbe ab Donnerstag?

Weilguny: Ja klar, voll fit! Wir haben ja auch trainiert und extra viele Stunden mit einem Trainer absolviert. Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, alles topp – zumindest für einen knapp 60-Jährigen. Ich bin ja sogar schon im Ü50-Bewerb eher einer der älteren Kicker.

LMZ: Nach so einer großen Auszeichnung als Fahnenträger: Ziel erreicht, oder noch genug Motivation für den Sport selber?

Weilguny: Aber selbstverständlich! Die Europäischen Betriebssportspiele sind alle zwei Jahre der Höhepunkt. Da stecken Leidenschaft und ehrliche Begeisterung dahinter – weit abseits vom großen Geld im Profisport. Und unsere Teams der BSG sind immer vorne mit dabei. Heuer sind wir mit drei Mannschaften vertreten: Ü40, Ü50 und offene Klasse. Den Ü50-Bewerb gibt es heuer erstmals, das war meine Initiative. Unser Ziel ist auch diesmal wieder, den Pott zu holen. INT_190624_53 (grs/sm)

Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

Redaktion: Landes-Medienzentrum