Maßnahmenpaket gegen Sommerstau-Ausweichverkehr

Bei Bedarf Sperre der Ausfahrten Puch-Urstein und Kuchl / Pakt mit den Bayern / Landesstraßen aus Sicherheitsgründen freihalten

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.06.2019
 

(LK)  Auch in diesem Sommer ist an einigen wenigen Wochenenden mit Stau auf der A10 Tauernautobahn und dem damit verbundenen Ausweichverkehr zu rechnen. „Um die Anrainer von der Belastung durch Stau-Umfahrer zu entlasten und insbesondere auch aus Sicherheitsgründen sollen bei einem großflächigen Stau Ausfahrten gesperrt und weitere Verordnungen in Kraft gesetzt werden. Die Maßnahmen werden aber nur bei Bedarf aktiviert. Mit Bayern konnten wir einen gemeinsamen Pakt schließen. Wenn keine langen Rückstaus entstehen, verzichten wir auf die Hauptausweichroute über die B160. Und: Eine neue Einsatzzentrale koordiniert die Maßnahmen“, informierte Landesrat Stefan Schnöll.

Sollte auf der Tauernautobahn der Verkehr zum Stillstand kommen, werden für wenige Stunden folgende Abfahrten für alle Fahrzeuge gesperrt:

  • Puch-Urstein (in Richtung Norden)
  • Kuchl (Richtung Süden)

„Die Abfahrtssperren sollen nur dann ausgelöst und aufgestellt werden, wenn es wirklich notwendig ist. Und dann nur für wenige Stunden“, so Schnöll.

Intelligentes Grenzmanagement kommt ab Juli

Es ist gelungen, gemeinsam mit den Bayern einen gemeinsamen Pakt gegen Ausweichverkehr und für ein besseres Grenzmanagement zu schließen. „Mein bayerischer Kollege, Verkehrsminister Hans Reichhart, und ich stehen in gutem Austausch. Wir konnten gemeinsam einen Pakt schließen, der eine Verkehrsentlastung für alle Anrainer im Grenzgebiet bringen soll. Wir haben vereinbart, dass sich Bayern um ein intelligentes Grenzmanagement kümmert, das noch rechtzeitig zum Sommerreiseverkehr installiert wird“, so Schnöll. Das beinhaltet einerseits eine sensible Kontrolle an der Grenze, wenn sich Rückstaus zu bilden drohen. „Vergangenes Wochenende hat das ganz gut funktioniert, der Verkehrsfluss konnte aufrecht erhalten bleiben. Andererseits wird aber auch die dritte Abfertigungsspur umgesetzt. Bayern hat zugesagt, am 1. Juli mit den Bauarbeiten zu beginnen und den Verkehrsfluss damit nicht zu beeinflussen. Wenn die Maßnahmen dazu führen, dass sich keine langen Rückstaus bilden und Ausweichverkehr dadurch vermieden werden kann, verzichten wir auf unsere Hauptausweichroute. Dann werden wir viele unserer Sperren – in Richtung Norden – auch nicht brauchen“, sagte Schnöll.

Weitere A10-Abfahrten bei Bedarf nur für Zielverkehr offen

Alle anderen Abfahrten entlang der A10 im Bundesland Salzburg – außer in Salzburg Süd – werden durch Verordnungen im untergeordneten Straßennetz nur für den Zielverkehr offen sein, sobald sich ein möglicher Ausweichverkehr abzeichnet. Einheimische und Gäste, die ihre Unterkunft in der Nähe gebucht haben, können abfahren. Schnöll: „Wir werden mit Ausnahme der Abfahrt Salzburg Süd Verordnungen bei allen Autobahn-Abfahrten entlang der A10 erlassen, die ein Benutzen der Landes- und Gemeindestraßen nur für den Zielverkehr erlauben, sobald sich Rückstaus abzeichnen. Damit wollen wir den Anrainern Lebensqualität zurückgeben und Sicherheitsbedenken der Einsatzkräfte ausräumen. Das entlastet viele Gemeinden im Lungau, Pongau, Tennengau und auch im Flachgau.“

Maßnahmen nur bei Bedarf eingesetzt

Alle gesetzten Maßnahmen treten nur bei Bedarf in Kraft. Ein intelligentes Grenzmanagement in Bayern soll helfen, Rückstaus zu vermeiden. „Sollten keine langen Staus eintreten, wird es auch keine Sperren und keine Hauptausweichroute über die bayerische B160 geben, weil wir sie dann nicht brauchen. Aber wir sind vorbereitet für alles, was kommen kann“, so der Verkehrslandesrat.

Einsatzzentrale ab 13. Juli im Einsatz

Neu ist in diesem Sommer eine Einsatzzentrale zur Koordinierung des Verkehrs. Spezialisten von Behörden, Polizei und Asfinag werden das Geschehen an sechs Wochenenden im Sommer zwischen 13. Juli und 18. August im Blick behalten, treffen bei Bedarf Entscheidungen und kümmern sich auch um die Kommunikation.

Zusätzlich: Maßnahmen für flüssigeren Verkehr

Die Asfinag prüft aktuell zusätzlich Maßnahmen, die den Verkehr Richtung Norden flüssiger halten sollen. „Ziel ist, den Verkehr möglichst lange in Bewegung zu halten. Dann fahren auch weniger Leute ab“, ist Schnöll überzeugt. LK_190625_60 (sm/grs)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4941, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum