Gemeinsam gegen Klimasünder

Schellhorn bei der Landesumweltreferenten-Konferenz in Graz: Atomkraft, Luftgüte, Tempolimits, Abfallvermeidung als Themen

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.06.2019
 

(LK) Nein zu Atomkraft, ja zu Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen, verstärkte Bemühungen zur Ressourcen- und Abfallvermeidung sowie Einigkeit, die Luftqualität mit Priorität zu behandeln, da der Verkehr nach wie vor Klimasünder Nummer eins ist: : Dafür sprachen sich heute die Landesumweltreferentinnen und -referenten bei ihrer Konferenz in Graz aus. „Wir Länder sind uns einig, dass wir an einem Strang ziehen müssen, um im Umwelt- und Klimaschutz schneller und wirkungsvoller voranzukommen. Recycling und Müllvermeidung sind wichtige Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz“, hob Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn hervor. Salzburg brachte als einen der Konferenz-Schwerpunkte das Thema Abfallvermeidung ein.

„Jeder Apfel, der am Teller und nicht in der Tonne landet, jede Plastikflasche, die nicht produziert wird, jedes Haushaltsgerät, das länger genutzt wird, schützt das Klima. Es braucht daher bundesweit einheitliche Maßnahmen, um Abfall zu vermeiden, Recyclingprozesse zu verbessern und Produkte so zu gestalten, dass Wiederverwertung ermöglicht wird. Nur mit wirksamen Maßnahmen für ganz Österreich können wir Müllberge wie auch die Flut an PET-Flaschen, Getränke-Dosen und Coffee-to-go-Bechern eindämmen“, betont Schellhorn. Der Salzburger Antrag wurde von den anderen Bundesländern einhellig unterstützt.

Forderungen: Pfandsystem, Mehrweg und Studie zu 5G

Bei der heutigen Konferenz in Graz erneuerten die Landesumweltreferentinnen und -referenten daher ihre Forderungen an das Nachhaltigkeits-Ministerium, ein Pfandsystem auch für Einweg-Getränkeverpackungen und Mehrweglösungen einheitlich für ganz Österreich einzuführen. Die Landesumweltreferentinnen und -referenten werden außerdem an die Bundesregierung herantreten, um eine Folgenabschätzung zur 5G Technologie zu erstellen. Dabei sollen mögliche Langzeitauswirkungen auf Gesundheit und Umwelt geprüft werden. LK_190628_41 (sab/mel)    

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Redaktion: Landes-Medienzentrum