Qualitätsjournalismus als Markenzeichen

Josef Bruckmoser für Lebenswerk geehrt / René-Marcic-Nachwuchs-Preis wird 2020 erstmals vergeben / Neue Jurymitglieder

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2019
 

(LK)  Josef Bruckmoser ist René-Marcic-Preisträger 2019. Die Auszeichnung wird für überragende publizistische Leistungen verliehen, die im Land oder von Salzburgerinnen und Salzburgern erbracht werden. „Josef Bruckmoser hat in seiner Arbeit nicht die schnelle Nachricht, sondern die Wahrheit im Fokus. Er hat es geschafft, sich mit den großen Fragen wie Glaube, Gesundheit und Wissenschaft zu beschäftigen“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer heute bei der Verleihung in der Residenz.

Die nach dem österreichischen Publizisten und Rechtsphilosophen benannte Landesauszeichnung ist mit 6.100 Euro dotiert. Die Zuerkennung erfolgt auf Vorschlag einer Fachjury und durch einen Beschluss der Salzburger Landesregierung. Der Preis wurde 1979 erstmals vergeben.

Nachwuchs-Preis zum Jubiläum

„Zum 40-Jahre-Jubiläum dieser Auszeichnung wird nun ein zusätzlicher Preis für Nachwuchs-Journalistinnen und –Journalisten in Höhe von 3.500 Euro eingeführt. Dieser wird alternierend zum bisherigen vergeben, erstmals im nächsten Jahr“, führte Landeshauptmann Haslauer aus und präzisierte: „Ziel ist es, Talente zu fördern und ihren Einstieg in die Branche zu unterstützen. Im Fokus steht auch hier die journalistische Exzellenz – unabhängig davon, auf welcher Plattform die Arbeiten veröffentlicht werden.“

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Die Jury würdigt mit ihrer diesjährigen Entscheidung das Lebenswerk von Josef Bruckmoser, das für Qualitätsjournalismus stehe, denn, so Vorsitzender Michael Schmolke: „Die Jury war sich einig, dass der Endverbraucher, der Leser, dem Journalisten Bruckmoser Vertrauen schenken kann. Denn er hat seinerseits den ihm zufließenden Quellen nur dann Vertrauen geschenkt, wenn sie seiner Prüfung standhielten. Daraus ist seine ganz persönliche Glaubwürdigkeit erwachsen. Eine gute Eigenschaft in einer Zeit, wo unsichere Quellen wieder fröhliche Urständ feiern.“                       

Würdigung der journalistischen Qualität

„Es ist für mich eine große Ehre und ein besonders würdiger Abschluss meiner journalistischen Laufbahn, dass die Jury mir den René-Marcic-Preis zuerkannt hat“, so Preisträger Bruckmoser. In Zeiten von Fake News und zweifelhafter Informationsflut sei es für verantwortungsbewusste Redakteurinnen und Redakteure von großer Bedeutung, dass journalistische Qualität auch öffentlich wahrgenommen und gewürdigt wird. Den Verantwortlichen der Salzburger Nachrichten dankte der Preisträger dafür, „dass ich genau zur richtigen Zeit bei der richtigen Zeitung arbeiten durfte. In keiner anderen deutschsprachigen Tageszeitung wäre es möglich gewesen, so viel von meinem Lebensthema einzubringen: Ein zeitgemäßes und dialogisches Verständnis von Religion“.

Theologe, Wissenschaftsjournalist und Buchautor

Josef Bruckmoser ist 1954 in Michaelbeuern geboren und wohnt in Salzburg. Er ist Theologe, Wissenschaftsjournalist und Buchautor. Er war 30 Jahre lang (von 1. März 1989 bis 28. Februar 2019) Redakteur der Salzburger Nachrichten, zuletzt als Leiter der Redaktion Wissenschaft/Gesundheit/Religion. Bruckmoser hat zahlreiche Berichte, Reportagen und Interviews zu philosophischen und weltanschaulichen Themen verfasst. Derzeit ist er ständiger freier Mitarbeiter der SN für die Wochenend-Seite „Geist & Welt“.

Neue Juryzusammensetzung

Zugleich mit der Preisvergabe gab es auch personelle Veränderungen in der Juryzusammensetzung: Michael Schmolke legte den Vorsitz zurück, den er 23 Jahre innehatte. Ausgeschieden ist auch Elisabeth Wasserbauer (frühere Geschäftsführerin des Salzburger Kuratoriums für Journalistenausbildung). Den Vorsitz führt künftig Siegbert Stronegger, weitere Mitglieder sind Ilse Spadlinek, Thomas Steinmaurer (Leiter der Abteilung Center for Information and Communication Technologies & Society, Universität Salzburg) und Nikolaus Koller (Geschäftsführer des Kuratoriums für Journalistenausbildung). Mehr Infos auf www.salzburg.gv.at/marcic LK_190701_20 (kg/mel)

Allfällige Ergänzungen nach Ende der Veranstaltung möglich.

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum