Auch das Bundesheer hilft nach Mure in Uttendorf

60 bis 70 Häuser betroffen / Aufräumarbeiten auf Hochtouren / Zirka 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2019
 

(LK) Es war ein kurzer, starker Regenfall am Montagabend, die Folgen sind fatal. Der Manlitzbach ist über die Ufer getreten, hat Teile Uttendorfs vermurt, 60 bis 70 Häuser sind betroffen. Doch Bezirkshauptmann Bernhard Gratz konnte am Montagabend nach der Befliegung des Oberlaufes des Baches sowie der Sitzung des Einsatzstabes leichte Entwarnung geben: „Das Wasser fließt durch Sofortmaßnahmen wieder in seinem Bett, keine Personen wurden aus derzeitiger Sicht verletzt, die Aufräumarbeiten laufen gut und effektiv.“

Noch am Abend ist in Uttendorf schweres Gerät angerückt, den Bach wieder in sein Bett zu bringen und die bis zum Rand gefüllten Sperren auszubaggern. „Wir tun alles, damit nicht bei weiterem Regen noch mehr passiert“, so Bezirkshauptmann Bernhard Gratz. Meteorologen sagen allerdings nur wenige Niederschläge an, leichtes Aufatmen in der Gemeinde. Dennoch werden in der Nacht Beobachtungsposten der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt, die im Falle des Falles, also zum Beispiel weiteren Muren sofort Alarm schlagen können.

100 Feuerwehrleute im Einsatz, Bundesheer schickt 50 Soldaten

Die verschlammten Häuser, Gärten und Straßen müssen gereinigt sowie die gesamte Infrastruktur wie die Abflüsse wieder hergestellt werden. „Daher haben wir den Antrag auf Assistenzeinsatz an das Bundesheer gestellt. Unbürokratisch und schnell haben wir eine Zusage erhalten. Auch die Feuerwehren und alle anderen Einsatzkräfte und auch die Baggerunternehmen waren und sind sofort zur Stelle“, ist Gratz dankbar für den raschen Einsatz.

B 168 wieder offen, Personen in Sicherheit

Durch die vereinten Kräfte war es nicht nur möglich, die B 168 schon am Abend wieder für den Verkehr frei zu geben, sondern auch die Straßen soweit aufzuräumen, dass alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar sind. Jene Personen, die im ersten Stock ihrer Häuser die Überflutung sicher überstanden haben, sind nicht in Gefahr, mit ihnen steht man in ständigem Kontakt. Die Pinzgaubahn bleibt aus derzeitiger Sicht bis Freitag gesperrt, von Uttendorf bis nach Krimml verkehrt ein Schienenersatzverkehr. LK_190701_70 (mel/fw)

Diese Aussendung kann im Laufe des Montagabends noch aktualisiert werden.

 

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