Salzburg übernimmt Vorsitz der Alpenländer

Ländlichen Raum stärken / Verkehr auf die Schiene verlagern / „Interessenvertretung“ für den Alpenraum

Salzburger Landeskorrespondenz, 05.07.2019
 

(LK)  Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer, kurz Arge Alp, wollen den ländlichen Raum stärken und den Verkehr auf die Schiene verlagern. Sie beschlossen dazu heute in Toblach zwei Resolutionen. Bei der 50. Konferenz der Arge Alp-Regierungschefs übernahm Salzburg von Südtirol nun für ein Jahr den Vorsitz. „Wir gehen zentrale Herausforderungen gemeinsam an“, so Landeshauptmann Haslauer. Als Symbol übergab Landeshauptmann Arno Kompatscher seinem Amtskollegen Wilfried Haslauer eine Glocke.

 

„Gemeinsamkeiten kommen klar zum Ausdruck. Die Themen Verkehr, Stärkung des ländlichen Raums und der Umgang mit dem Wolf beschäftigen uns alle. Wir bleiben da dran. Es sind mit der neuen Website und auch mit dem Bündeln der Kräfte der Regionen Salzburg, Tirol, Südtirol und Trentino auf EU-Ebene wichtige Weichenstellungen gelungen. Danke an Südtirol für die umsichtige und inhaltsreiche Vorsitzführung“, sagte Landeshauptmann Haslauer bei der Übergabe.

Salzburger Projekte im Vorsitzjahr

Im Salzburger Vorsitzjahr steht der Tourismus als Motor für einen nachhaltigen und innovativen Lebensraum im Mittelpunkt. „Dazu wird es gemeinsam mit externen Partnern neue Projekte zu Themen wie Alpines Bauen, Heilkraft der Alpen, Mobilität in der Urlaubsregion oder regionaler Kulinarik geben“, so Haslauer. Geplant ist auch ein Kompositionswettbewerb mit der Vergabe des Arge Alp-Preises 2020.

Zwei Resolutionen verabschiedet

Beim heutigen Treffen in Toblach setzten sich die Regierungschefs mit zwei zentralen Themen auseinander, die für die Bevölkerung in den Alpen von Bedeutung sind: Eine Resolution verfolgt das Ziel, den ländlichen Raum als hochwertigen Lebens-, Arbeits-, Wirtschafts-, Kultur, Erholungs- und Naturraum zu sichern und zu entwickeln. Darin geht es um flexible Arbeitsformen ebenso wie um die Stärkung der kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Belebung der Ortskerne, Barrierefreiheit, Green Mobility oder kurze Wege zu den Diensten der Grundversorgung, Kinderbetreuung, Bildung und Kulturangeboten für alle Generationen.

Von der Straße auf die Schiene

Eine zweite Resolution beschäftigt sich mit dem brisanten Thema Verkehr. Die Regierungschefs fordern Kostenwahrheit zwischen Straße und Bahntransport, um eine Verlagerung auf die Schiene attraktiver zu machen. Nach wie vor bestehe „ein großer Unterschied im Preisgefüge der beiden Transportmodi“, heißt es darin. „Diese Themen werden uns auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Die Wolfs-Resolution aus dem Vorjahr wurde nochmals bekräftigt. Die Regulierung des Wolfsbestands soll ermöglicht werden“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher

Zehn Mitglieder aus vier Staaten

Seit ihrer Gründung 1972 ist die Arge Alp ein wichtiges Netzwerk der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, wenn es um Anliegen des Alpenraumes geht. Insbesondere auf ökologischem, kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet. In der Arge Alp arbeiten in den vier Staaten Deutschland, Italien, Österreich und Schweiz folgende Länder, Provinzen und Kantone mit einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 26 Millionen Menschen zusammen: Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trient und Vorarlberg. LK_190705_21 (kg/fw)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum