Uttendorf: Jetzt zählt jeder Tag

Mehr als 70 Großgeräte im Einsatz / Bachverbauung voll angelaufen / Deponie Vorsorgeflächen bewähren sich

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.07.2019
 

(LK) In Uttendorf sind derzeit rund 70 große Maschinen täglich bis 20 Uhr im Einsatz, um die gewaltigen Erdmassen nach der riesigen Mure vom Montag auf die Deponie zu bringen, die Sperre zu räumen und den Manlitz für die Zukunft zu bändigen. „Aktuell wird auch am Samstag und Sonntag durchgearbeitet. Rund drei Tonnen schwere Wasserbausteine werden zur Sicherung eingesetzt“, sagt Polier Mario Schernthaner von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) Pinzgau.

 

 

Der Manlitzbach ist am Montag über die Ufer getreten, hat Teile Uttendorfs verwüstet. Seither wird alles getan, um die Sicherheit für die Bevölkerung wiederherzustellen, eine logistische Herausforderung. Ein großer Vorteil dabei: Deponiebereiche sind rechtzeitig von der Behörde ausgewiesen worden und stehen im Ernstfall sofort zur Verfügung. Das bewährt sich jetzt und spart viel Zeit, wie auch Landesrat Josef Schwaiger bestätigt: „Das hilft uns enorm. Die Flächen sind in der Nähe der Sperrbauwerke, was kurze Wege für die Muldenkipper bedeutet. Die Räumung wird dadurch schnell ermöglicht.“

Räumung der Sperre dauert noch drei Wochen

Gebietsbauleiter Gebhard Neumayr (WLV) rechnet damit, dass die Räumung der Manlitzbach-Sperre noch drei Wochen in Anspruch nehmen wird. Die Wildbach- und Lawinenverbauung arbeitet seit Donnerstag bereits an der Unterlaufsicherung und es wird eine zusätzliche Sperre gebaut. Bürgermeister Hannes Lerchbaumer erlebt die Arbeiten als professionell und bedankt sich bei allen Kräften für den unermüdlichen Einsatz: „Wir haben einen Schutzengel gehabt, dass niemand verletzt oder gar getötet worden ist, das war Gottes Segen!“ LK_190706_80 (fw/mel)

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