Mehr „Love“ auch für die Umwelt

Evaluierung nach Ausnahmegenehmigung vom Mehrweggebot für Musikfestival auf dem Salzburg Ring

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.07.2019
 

(LK)  Großteils aufgeräumt präsentierte sich gestern, also nur einen Tag nach dem Ende des Electric Love Festivals, das Gelände am Salzburg Ring. Heuer wurde zwischen Veranstalter und Umweltabteilung des Landes ein unabhängiges begleitendes Monitoring vereinbart. Ein Experte war während des Festivals dort. Damit werden die heuer gewährte Abweichung vom Mehrweggebot bei der Getränkeausgabe sowie Möglichkeiten zu mehr Umweltschutz evaluiert. Ergebnisse sollen schon heuer im Herbst feststehen.

„Darauf aufbauend werden wir für nächstes Jahr gemeinsam mit den Veranstaltern konkrete Maßnahmen vereinbaren, die eine substanzielle Verbesserung bieten sollen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn beim gestrigen Lokalaugenschein auf dem Gelände.

Ausnahmegenehmigung bei Großveranstaltungen

Die Großveranstaltung erhielt eine, im Abfallwirtschaftsgesetz vorgesehene, seltene Ausnahmegenehmigung vom strengen Salzburger Mehrweggebot. Diese Ausnahmeregelung tritt etwa bei logistischen Problemen in Kraft. So wurden beim Festival Einweg-Plastikbecher statt der gesetzlich erwünschten wiederverwendbaren Mehrwegbecher ausgegeben.

Zelte und sogar Couches blieben liegen

Die Becher sind aber nicht die einzige Herausforderung im Umgang mit Müll. „Sorgen macht auch, dass die Menschen viele Sachen einfach zurücklassen, wie zum Beispiel Zelte und sogar Couches“, so Umweltschutzreferent Schellhorn.

Ausnahmen bei mehr als 10.000 Personen möglich

Das Abfallwirtschaftsgesetz sieht Ausnahmen zum Mehrweggebot nur unter bestimmten Voraussetzungen vor, zum Beispiel bei Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Personen und wenn der Veranstalter nachweist, die nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Entscheidung darüber trifft die zuständige Behörde, im Falle des Electric Love Festivals ist das die Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung. LK_190709_50 (grs/kg)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum