Urlaubszeit: Fleisch und Rohwürste gehören nicht ins Gepäck

Risiko, dass auf diese Art Tierseuchen eingeschleppt werden

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.07.2019
 

(LK)  Das Hauptrisiko für die Einschleppung hochansteckender Tierseuchen liegt bei der Einfuhr infizierter Tiere und Lebensmittel durch Reisende. Darauf weist Agrarlandesrat Josef Schwaiger heute hin und appelliert an die Salzburger Bevölkerung, keine tierischen Lebensmittel wie frisches Fleisch, Rohwürste oder Milcherzeugnisse von Nicht-EU-Staaten nach Österreich einzuführen.

„Schon mit einem Salamibrot können möglicherweise Tierseuchen eingeschleppt werden. Das Mitbringen solcher Lebensmittel ist daher verboten. Es ist wichtig, dass sich alle Reisenden dessen bewusst sind und darauf achten, keine tierischen Lebensmittel einzuführen“, betont Schwaiger.

Schweinepest-Virus in Wurstwaren

Der Landesrat weist darauf hin, dass es außerhalb Europas, aber auch in südosteuropäischen Staaten immer noch Ausbrüche klassischer Tierseuchen, die in Österreich lange nicht mehr aufgetreten sind, gibt. Als Beispiel nennt er die Afrikanische Schweinepest. Das Virus, das die Krankheit auslöst, kann auch in gefrorenem, gepökeltem oder geräuchertem Fleisch sowie Wurstwaren überleben und außerdem über Jagdtrophäen eingeschleppt werden.

Tierleid und Schaden für die Landwirtschaft

Im Falle einer Einschleppung könnte sich diese rasch länderübergreifend ausbreiten und zu hohen Verlusten führen. „Falls die Schweinepest ausbricht, muss die Tötung ganzer Bestände angeordnet werden. Neben dem Leid für die Tiere stellt dies auch einen katastrophalen wirtschaftlichen Schaden für die Landwirtschaft dar“, so Landesveterinärdirektor Josef Schöchl.

Speisereste nicht wegwerfen

Einer der Hauptverbreitungswege der Schweinepest über größere Strecken sind allerdings weggeworfene Lebensmittel. Schwaiger appelliert daher an die Reisenden, darauf zu achten, Speisereste, vor allem Wurstreste, auf Parkplätzen an Autobahnen oder Fernstraßen nicht einfach wegzuwerfen, sondern in geschlossene Müllbehälter zu entsorgen. LK_190712_40 (sab/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum