Tageszentrum St. Anton wird neu gebaut

2,4 Millionen Euro für Menschen mit Behinderungen im Pinzgau / Land und EU teilen sich die Kosten

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.07.2019
 

(LK)  Rund 60 Menschen mit Behinderungen bekommen ein neues Zuhause auf Zeit, knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine neue Arbeitsstätte in Bruck an der Großglocknerstraße. „Die Europäische Union und das Land Salzburg teilen sich die Kosten von 2,4 Millionen Euro“, so die Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Heinrich Schellhorn sowie Landesrat Josef Schwaiger.

Schon fast 100 Jahre hat die Einrichtung eine wichtige Funktion in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen im Pinzgau und ist außerdem ein wichtiger Arbeitgeber. „Der Neubau sichert den Standort langfristig ab und ermöglicht endlich die dringend nötigen Verbesserungen“, ist Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl überzeugt.

Vertrautes Umfeld und doch mitten im Leben

„Damit kommen wir dem Ziel der Inklusion wieder einen Schritt näher“, betont Sozialreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Durch die neuen Angebote können Menschen mit Behinderungen im vertrauten Umfeld bleiben und erleben gleichzeitig mehr soziale Teilhabe. Das entlastet zudem pflegende Angehörige.“

Eckpfeiler für den ländlichen Raum

Die EU-Förderung kommt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). „Besonders hier im Pinzgau ist das Dorf St. Anton ein wesentlicher Eckpfeiler für eine lebendige Gesellschaft“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Modern, alle Einrichtungen vereint

Die Entscheidung für einen Neubau fiel unter anderem, weil das bestehende Gebäude teilweise denkmalgeschützt ist. Der Platz ist beschränkt und kann auch nicht mehr erweitert werden. Derzeit ist die Einrichtung auf mehrere Standorte im Dorf aufgeteilt, es entspricht baulich nicht mehr den nötigen Anforderungen, Barrierefreiheit ist in den alten Gebäuden nicht gegeben, das wird durch die Neuerrichtung anders.

Schule, leben und arbeiten im Dorf

Neben Wohnen und schulischer Nachmittagsbetreuung für Kinder gibt es im Dorf St. Anton voll- und teilbetreutes Wohnen für Erwachsene sowie ein tagesstrukturierendes Angebot. Die Betreuten besuchen die Schule, leben und arbeiten im Dorf, bekommen individuell abgestimmte Therapie. „Nur mit der Unterstützung des Landes und der Europäischen Union können wir das neue Haus bauen und Menschen mit Behinderungen noch besser begleiten“, freut sich Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg. LK_190712_50 (grs/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum