Saharastaub dämpfte Ozonwerte

Monatsbericht über die Luftgüte im Juni

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.07.2019
 

(LK) Sehr heiß, viel Ozon, aber gedämpft durch Saharastaub – so präsentierte sich der vergangene Juni, und das hatte entsprechende Auswirkungen auf die Luftgüte im Land Salzburg. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht zur Luftgüte, erstellt vom Referat Immissionsschutz des Landes, hervor.

Durch das sonnenreiche und heiße Sommerwetter gab es im heurigen Juni überdurchschnittlich hohe Ozon-Konzentrationen. Die höchsten Werte wurden Ende des Monats registriert, und zwar am 26. Juni am Halleiner Winterstall mit 176 Milligramm pro Kubikmeter. Ohne Saharastaub wäre vermutlich die Grenze zur Informationsstufe (180 Milligramm) an diesem Tag überschritten worden. Der Saharastaub konnte den Wert etwas dämpfen. Ozon wird nämlich durch Staubpartikel rasch abgebaut.

Stickstoffdioxid auf durchschnittlichem Niveau

Die Stickstoffdioxid-Konzentrationen lagen landesweit der Jahreszeit entsprechend auf einem durchschnittlichen Niveau. Es gab durchgehend warmes Wetter, mehrere Hitzewellen mit Temperaturen über 30 Grad Celsius und nur selten und in Summe wenig Niederschlag. Der Juni 2019 war somit mit dem Juni 2003 je nach Region der wärmste oder zweitwärmste Juni, seit es Messungen gibt. Die Monatsmittelwerte der Lufttemperatur lagen in St. Michael im Lungau um 4,1 Grad und in Abtenau um 5,8 Grad über den Werten des Vergleichszeitraumes 1981 bis 2010.

Zu trocken im langjährigen Vergleich

Im Vergleich zum langjährigen Klimamittel war es im Land Salzburg auch zu trocken. Die Niederschlagsmengen lagen in allen Landesteilen unter dem langjährigen Durchschnitt und reichten von 13 Prozent an der Messstelle Bad Gastein bis 51 Prozent an der Messstelle Tamsweg. An fünf bis zwölf Tagen regnete es. Die Sonnenstunden erreichten 138 bis 167 Prozent der Klimamittelwerte. LK_190712_51 (grs/sab)

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