Diese exotischen Reise-Souvenirs sind tabu

Artenschutz beachten / Hohe Strafen auf illegal eingef├╝hrte Tiere, Pflanzen und Produkte

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.07.2019
 

(LK) Kauft man im Urlaub Souvenirs in Geschäften oder bei Straßenhändlern, ist Vorsicht geboten: Schildplattschmuck, Tropenholz-Schnitzereien und ähnliches sind genauso bedenklich wie Heil- und Medizinprodukte sowie bestimmte Pflanzen , etwa Orchideen oder Kakteen. Auf den Kauf lebender Tiere sollte man gänzlich verzichten.

„Nicht nur, dass man sich durch eine illegale Einfuhr strafbar macht, meist sind der Transport und die Haltung von exotischen Tieren für diese mit großen Qualen verbunden. Außerdem riskiert man, gefährliche Krankheiten einzuschleppen“, so Naturschutzlandesrätin Maria Hutter.

Keine lebenden Tiere kaufen

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man Souvenirs aus Krokodil- und Schlangenleder, Korallenketten, Schildplattschmuck, Tropenholz, exotische Tierfelle, Elfenbeinschnitzereien oder gar lebende Tiere fraglicher Herkunft erwirbt. Ebenso sind pflanzliche Heil- und Medizinprodukte sowie Pflanzen wie Kakteen, Orchideen, Tillandsien bedenkliche Mitbringsel. Insbesondere zu warnen ist vor dem Erwerb lebender Tiere wie zum Beispiel Papageien, Schildkröten, Echsen, Krokodilen, Schlangen oder auch Affen.

Nur mit gültigen Reisepapieren

Mehr als 30.000 Tier- und Pflanzenarten sind durch den internationalen Handel bedroht. Deren Schutz wird durch das Washingtoner Artenschutz-Abkommen CITES geregelt. Demnach dürfen gefährdete Arten entweder gar nicht oder nur kontrolliert, mit gültigen Reisepapieren, eingeführt werden. Das gilt für lebende als auch tote Exemplare einer Art ebenso für verarbeitete Produkte.

Handwerksprodukte kaufen

Unbedenkliche Souvenirs sind in der Regel Töpfereien, traditionelle Handwerksprodukte aus Textil oder Flechtkörbe, Teppiche oder Schmuck aus Glas, wenn es sich dabei nicht um Antiquitäten handelt.

Worauf zu achten ist

Papiere oder Rechnungen, die Händler selber ausgestellt haben, sind oft nicht ausreichend. Für Österreich kann nur das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus einen Export oder Import gefährdeter Arten genehmigen. Auskünfte darüber, für welche Souvenirs eine Genehmigungspflicht besteht, gibt auch die Naturschutzabteilung. Ansprechpartnerin: Gundi Habenicht, Telefon: 0662 8042-5515. Infos über die Vielfalt an handelsrelevanten Arten unter: www.cites.at oder www.wisia.de. LK_190724_10 (ram/kg)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum