Hochwassersituation entspannt sich

Sinkende Pegelstände im Tennengau und Oberpinzgau / Brücke auf der B 166 nach Abtenau weggerissen / Rußbach von Gosau aus wieder zu erreichen

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.07.2019
 

(LK) Die starken Regenfälle in der Nacht auf Montag haben zu Hochwasseralarm in Teilen Salzburgs geführt, besonders betroffen ist Rußbach, wo der Bach über die Ufer getreten ist. Auch im Oberpinzgau stiegen die Pegel gefährlich an. Der Katastrophenschutz des Landes konnte am Montagvormittag leichte Entwarnung geben.

In Rußbach und in den Gemeinden im Lammertal sind die Pegelstände mittlerweile wieder gesunken und die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Die Gemeinde ist von Gosau (Oberösterreich) aus wieder zu erreichen. Der Zivilschutzalarm wurde mit 11.15 Uhr aufgehoben. Voraussichtlich längere Zeit gesperrt bleibt die B166 ab Abtenau, da die Neuhausbrücke weggerissen und die Straße an mehreren Stellen stark beschädigt wurde. „Wir haben glücklicherweise keine Verletzten oder Vermissten, jedoch erhebliche Schäden an der Infrastruktur“, so der Tennengauer Katastrophenschutzreferent Philipp Kogler.

Rußbach von Gosau aus wieder zu erreichen

In Rußbach war in den frühen Morgenstunden der Bach über die Ufer getreten und hat im Ortszentrum mehrere Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem beide Straßen, jene nach Abtenau und jene nach Gosau, gesperrt werden mussten und die Gemeinde nicht zu erreichen war, wurde um 6.20 Uhr Zivilschutzalarm ausgerufen. Dieser wurde um 11.30 Uhr wieder aufgehoben. Seit zirka 9.30 Uhr ist auch die Straße über den Pass Gschütt nach Oberösterreich wieder frei. Die Einsatzkräfte in Rußbach haben zwischenzeitlich Verstärkung aus Gosau erhalten.

Einsatzkräfte helfen

Eine 30 KV-Leitung, die parallel zur Bundesstraße von der Schwaighofbrücke Richtung Rußbach verläuft und deren Masten unterspült wurden, wurde abgeschaltet. Auch in Abtenau und Scheffau sind die Feuerwehren und weitere Hilfskräfte im Einsatz, um Verklausungen zu lösen und kleinräumige Überschwemmungen zu beseitigen.

Brücke in Mittersill musste nicht gehoben werden

Die Feuerwehr Mittersill befindet sich seit 4.00 Uhr früh im Hochwasser-Einsatz. Auch im Oberpinzgau weisen die Pegelstände inzwischen eine sinkende Tendenz auf. Die Hubbrücke musste nicht aktiviert werden. Im Bereich des Bahnhofes wurden Dammbalken-Verschlüsse errichtet. Dadurch ist der Zugverkehr zwischen Krimml und der „Haltestelle Essiger“ unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Gesperrt sind in Mittersill derzeit die Golfplatzstraße, Teilabschnitte der St. Nikolaus Straße, der Verbindungsweg (Radweg) zwischen Rettenbach und Hollersbach sowie der Verbindungsweg (Radweg) vom Kreisverkehr Burk bis Stampferau inklusive des Stampferau-Stegs über die Salzach.

Hochwasserschutz in der Landeshauptstadt aufgebaut

Der Starkregen der vergangenen Stunden hat in der Stadt Salzburg zu einigen Feuerwehreinsätzen geführt. Neben dem Auspumpen mancher Keller stand die vorsorgliche Errichtung des Hochwasserschutzes an den Salzachufern im Mittelpunkt der Arbeit, heißt es aus dem Magistrat. Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Salzachpegel bis Mittag noch um bis zu einem Meter ansteigt.

Situation in Oberndorf wird beobachtet

Die ZAMG prognostiziert für die nächsten Stunden ein weiteres Nachlassen der Niederschläge. Dennoch wird die Situation der Salzach in Oberndorf ständig beobachtet: Dort ist aufgrund der derzeitigen Vorhersage mit einem 10-jährlichen-Hochwasser zu rechnen. Möglicherweise kommt es in den nächsten Stunden zu lokalen Sperren.  LK_190729_22 (kg/mel)

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