EU-Projekte: Nahversorgung für den ländlichen Raum

Zwei Leader-Initiativen im Flachgau und im Pongau fördern das Miteinander im Ort

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.08.2019
 

(LK)  Seit Jahrzehnten ziehen sich Lebensmittelläden, Post- und Bankfilialen aus ländlichen Räumen zurück. Kleine Lebensmittelgeschäfte sind fast verschwunden, aber auch immer mehr Verbraucher kaufen nicht mehr an ihrem Wohnort ein, selbst wenn ein Angebot vorhanden ist. Genau hier setzen zwei von der EU und dem Land geförderte Leader-Projekte an, berichtet die aktuelle Ausgabe von Land und Europa.

„Damit die hohe Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten bleibt, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen zum Leben. Nahversorger sind dafür grundlegend. Die regionalen bäuerlichen Direktvermarkter können hier einen wertvollen Beitrag leisten. Sie produzieren Lebensmittel höchster Qualität, und vielfach sind ihre Produkte schon mit dem Salzburger-Land-Herkunftszertifikat ausgezeichnet. Die Leader-Projekte werden sie untereinander und ganz besonders mit den Kunden in der Region noch besser vernetzen. Das stärkt den ländlichen Raum und die nahversorgenden Direktvermarkter gleichermaßen“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

Neue Marke für Ebenau und Krispl sowie den Pongau

Kleine Nahversorger erhalten das Angebot und die Qualität regionaler Produkte. Das Projekt „Nahversorgt – Ebenau und Krispl“ macht das bewusst, indem die Vernetzung der Direktvermarkter gefördert wird. Für zunächst diese beiden Gemeinden der Leader-Region Fuschlseeregion-Mondseeland wird ein regionales Nahversorgungskonzept erstellt. Angeschafft wird ein neuer und hochwertig ausgestatteter Transporter, eine „Nahversorgt“-Marke wird entwickelt. Die Idee kann dann bei Erfolg auf weitere Gemeinden ausgedehnt werden. Ähnliches gibt es im Pongau. Auch hier werden sich Direktvermarkter vernetzen. LK_190808_60 (sm/mel)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum