Bundesheer hilft in Rußbach

Pioniere errichten Behelfsbrücke auf der B166 / Intensive Vorarbeiten laufen

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.07.2019
 

(LK)  Auch das Bundesheer hilft nun bei der Beseitigung der Hochwasserschäden im Tennengau und wird eine Behelfsbrücke über den Rußbach errichten. Bereits heute Nachmittag beginnen die Vorarbeiten dafür. Um überhaupt zur Neuhausbrücke zu gelangen, die gestern von den Wassermassen weggerissen wurde, müssen weitere unterspülte Teile der Pass Gschütt Straße auf einer provisorischen Faltstraße umfahren werden.

Verkehrslandesrat Schnöll dankt allen Beteiligten und Helfern: „Ohne den großartigen Einsatz unserer Leute und der Unterstützung vieler Einsatzkräfte und des Bundesheeres wäre das alles gar nicht möglich.“

Schäden an 300 Metern Straße

Die B166 ist durch die Wasser- und Geröllmassen zwischen Abtenau und Rußbach auf rund drei Kilometern stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Es gibt sechs bis sieben Stellen, an denen die Uferverbauungen stark beschädigt und die Straße unterspült beziehungsweise weggerissen wurde – teilweise bis zur Fahrbahnmitte. An einer Stelle ist die Straße auf rund 40 Metern komplett weg. Insgesamt sind es rund 300 Meter Straße, die saniert werden müssen“, weiß Hans Steiger, Leiter der Brücken- und Straßenmeisterei Tennengau.

Straßenmeisterei setzt Erstmaßnahmen

Die Erstmaßnahmen setzen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei: das Bachbett ausbaggern, das Wasser wieder in seine ursprünglichen Bahnen lenken, Auswaschungen mit Schotter und Steinen auffüllen. Gestern waren 25 Mann im Tennengau im Einsatz und auch heute wird entlang der Pass Gschütt Straße auf Hochtouren gearbeitet, um möglichst bald mit dem Bau der Behelfsbrücke beginnen zu können.

Pioniere bauen Brücke

Dabei kommt ein 50 Tonnen schweres, so genanntes D-Brückengerät zum Einsatz, das dem Land gehört, in der Schwarzenbergkaserne lagert und bei solchen Notfällen verwendet wird. Die Behelfsbrücke über den Rußbach wird 42 Meter lang sein. Den Aufbau übernehmen 60 Soldatinnen und Soldaten des Pionierbataillon 2. Als erster Schritt wird heute Nachmittag von diesen die Zufahrt zur Schadensstelle gesichert. Dazu werden auf 50 Metern Metallplatten - eine so genannte Faltstraße - über die beschädigten Fahrbahnteile gelegt. Erst danach können die Brückenteile angeliefert werden. Gleichzeitig beginnen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit dem Unterbau.

Soldaten schlafen in der Volksschule

„Voraussichtlich am Donnerstag kann mit dem Aufbau der Behelfsbrücke begonnen werden“, sagt Hans Steiger. Die Pioniere werden dafür einige Tage brauchen und während dieser Zeit auch in Rußbach in der Volksschule übernachten. Parallel dazu laufen die Sanierungsarbeiten an den übrigen Schadensstellen. „Wenn die Witterung mitspielt, rechnen wir damit, dass die Pass Gschütt Straße zwischen Abtenau und Rußbach in rund drei Wochen wieder einspurig zu befahren sein wird“, so die der Leiter der Brücken- und Straßenmeisterei. LK_190730_21 (kg/mel)

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