Schwammerl suchen mit Maß

Salzburger Regelung hat sich bewährt / Zwei Kilo pro Person und Tag erlaubt

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.08.2019
 

(LK)  Sommer, Wärme, Regen – Schwammerlzeit. Das wechselhafte Wetter begünstigt das Wachstum der Pilze, und viele machen sich derzeit wieder auf in die heimischen Wälder. Aber egal ob Eierschwammerl, Maronenröhrling, Täubling oder Steinpilz – im Land Salzburg gelten strenge Regelungen: Nur zwei Kilo Schwammerl pro Person und Tag sind erlaubt!

„Das aus gutem Grund“, so Natur-Landesrätin Maria Hutter, denn: „Rund ein Viertel der heimischen Pilzarten gelten als gefährdet.“ Hauptursache dafür ist, dass Ökosysteme verändert werden. Aber auch das mutwillige Zerstören oder zu intensive Sammeln kann die Ausbreitung und Vermehrung behindern. „Die Salzburger Regelung hat sich in den vergangenen Jahren für alle – Menschen, Tiere und Natur – bewährt“, betont Maria Hutter und fügt hinzu: „Damit wollen wir ein übermäßiges Abernten vermeiden, aber keinesfalls das Schwammerlsuchen als Freizeitbeschäftigung für Private einschränken.“

Suchen auch nur tagsüber erlaubt

Um die Tiere im Wald nicht zu stören, die vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt sind, wurden darüber hinaus Schwammerlsuchzeiten eingeführt: In den Sommermonaten ist es zwischen 7.00 und 19.00 Uhr erlaubt. Ab 1. Oktober ist diese auf 7.00 bis 17.00 Uhr eingeschränkt. In einzelnen naturschutzrechtlich geschützten Gebieten, wie etwa Naturwaldreservaten oder Sonderschutzgebieten im Nationalpark Hohe Tauern, ist es überhaupt nicht gestattet.

Berg- und Naturwacht kontrolliert

Rund 500 ehrenamtliche Mitglieder der Berg- und Naturwacht kontrollieren die Einhaltung dieser im Salzburger Naturschutzgesetz festgeschriebenen Regelungen. Wird ein Schwammerlsucher mit mehr als zwei Kilo erwischt, so werden alle Pilze beschlagnahmt. Außerdem erfolgt eine Anzeige, wobei eine Geldstrafe bis zu 14.000 Euro möglich ist. LK_190807_21 (kg/mel)

Mehr Infos zum Thema

 

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum