Vorerst Entwarnung für die Bischofsmütze

Geologe Gerald Valentin nahm den markanten Berg unter die Lupe / Labiler Felsblock wird noch vor dem Winter gesprengt

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.08.2019
 

(LK) Ein 25 Kubikmeter großer Felsblock im Bereich der Bischofsmütze, den die Schneemassen im harten Winter 2019 ein wenig verschoben hatten, sorgt für Aufsehen. Er drohe abzustürzen, hieß es. Jetzt gibt Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst Entwarnung. Zurzeit herrscht keine Gefahr. Der große Kalkbrocken soll aber vorsorglich im Herbst gesprengt werden.

„Ich bin zu dieser Stelle im Bereich der Mützenscharte hinaufgeflogen worden und habe den Block genau inspiziert. Die Bischofsmütze steht bei uns ja unter ständiger Beobachtung. Mein Fazit, in Absprache mit Alpinpolizist Manfred Nagl und Heinz Sudra, Wirt auf der Hofpürglhütte: Der Felsblock lagert zwar in einer labilen Position, derzeit droht er aber nicht abzustürzen“, so Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst.

Felsblock „schützt“ die Kletterer

Die Bischofsmütze wird jährlich von zirka 1.000 Kletterern bestiegen, die meisten nehmen den Weg über die Mützenschlucht. „Es stimmt schon, dass der Felsbrocken genau in der Falllinie über der Route liegt. Aber derzeit dient er sogar eher als Schutz vor kleinerem Material, das sich löst. Die Gefahr von Steinschlag herrscht auf der Bischofsmütze aber immer, ich appelliere hier immer auch an die Eigenverantwortung im alpinen Bereich“, so Valentin.

Sprengung im Herbst

Dennoch soll der labile Kalkblock im Herbst kontrolliert gesprengt werden, da er sich im Winter noch weiter verschieben könnte. „Diese Sicherungsmaßnahme befürworte ich, denn Prävention scheint mir hier auf jeden Fall besser, als erst zu reagieren, wenn die Lage akut wird und womöglich Menschen gefährdet sind“, stellt Gerald Valentin klar. LK_190808_70 (mel/grs)

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