Intensive Arbeiten, um die B166 wieder „verkehrsfit“ zu machen

Hochwasser richtete an der Verbindung zwischen Abtenau und Rußbach großen Schaden an

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.08.2019
 

(LK) Seit heute 5 Uhr rollt der Anrainerverkehr einspurig und in Zeitfenstern über den Behelfsübergang, der die durch das Hochwasser zerstörte Neuhausbrücke zwischen Abtenau und Rußbach ersetzt. Die Pioniere des Bundesheeres konnten in Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei Tennengau diese eine Stelle schnell sanieren, sind schon abgerückt. Militärkommandant Anton Waldner übergibt sie heute Nachmittag an Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Doch die Arbeit an der wichtigen Verkehrsverbindung ist noch lange nicht getan.

Denn: An fünf Stellen wurde die B166 teilweise weg- oder unterspült, alle Brücken müssen unter die Lupe genommen werden, die innere und äußere Flarnbrücke sind stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 5.000 Tonnen Wasserbausteine müssen insgesamt verlegt werden, dazu kommen 20.000 Tonnen Bach- und Schüttmaterial, 1.400 Kubikmeter Beton und 1.300 Tonnen Asphalt. An sechs Stellen muss das Ufer gesichert werden.

Top-Arbeit der Brücken- und Straßenmeisterei

„Die Brücken- und Straßenmeistereien plus die Gemeinden sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung, Baufirmen und so weiter geben hier ihr Bestes, dass die Schadensstellen so schnell wie möglich beseitigt werden können. Mir ist auch wichtig, dass die Übergänge genau angeschaut werden, ob das Hochwasser möglicherweise Fundamente unterspült hat und so weiter“, betont Landesrat Stefan Schnöll.

Innere und äußere Flarnbrücke abgesichert

Sämtliche Übergänge an den betroffenen Stellen werden also von den Profis der Brücken- und Straßenmeisterei untersucht. Bei der inneren Flarnbrücke wurde das Fundament auf beiden Seiten komplett frei gelegt, die Sohle des Rußbaches stellenweise bis zu zwei Meter eingetieft. „Um die Standsicherheit des Brückenbauwerkes sowie der Flügelmauern zu gewährleisten, haben wir Sofortmaßnahmen ergriffen. Wasserbausteine sollen das Fundament stärken und die Uferverbauung wurde ebenfalls in Angriff genommen“, so Wolfgang Mariacher vom Referat Brückenbau des Landes Salzburg. Ganz ähnlich ist das Schadensbild bei der äußeren Flarnbrücke. Und mindesten bei einer weiteren Brücke dürfte es ähnlich massive Schäden geben.

Neue Neuhausbrücke erst 2020 realistisch

Auch die Pionierbrücke würde ohne zusätzliche Arbeiten noch nicht funktionieren, die wurden über das Wochenende erledigt. Zwischen 5 und 7 Uhr durften die Anrainer einspurig wieder in die Arbeit fahren, ein weiteres Zeitfenster gibt es täglich zwischen 17 und 19.30 Uhr, das Fahrverbot außerhalb dieser Zeiträume gilt nicht für den Linienbus. Aus derzeitiger Sicht muss die Behelfsbrücke über den Winter durchhalten, an der Projektierung für die neue Neuhausbrücke wird mit Hochdruck gearbeitet. LK_190812_70 (mel/ram)

 

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4941, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum