Maßnahmen greifen: Mieten sinken bereits!

Neues Mietensenkungsprogramm für weitere 9.000 Wohnungen / 2006 bis 2015 errichtete Objekte werden begünstigt

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.08.2019
 

(LK) Rund 9.800 Haushalte haben bereits durch das Mietensenkungsprogramm von Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer monatlich mehr Geld im Börsl. Nun erfolgt ein nächster Schritt und zwar für all jene, die in einer geförderten Mietwohnung leben, die nach 2006 erbaut wurde. „Von dieser Maßnahme profitieren wieder rund 25.000 Salzburgerinnen und Salzburger in mehr als 9.000 Haushalten“, so Klambauer heute.

„Es gilt, in allen Bereichen, auf die wir als Land Einfluss haben, nach Stellschrauben für günstigeres Wohnen zu suchen. Dazu gehören schon vorgestellte Maßnahmen wie die aktive Bodenpolitik und die Reduktion überschießender Bauvorschriften. Außerdem habe ich die Sanierungsförderung gestärkt und forciere die Errichtung von Wohnheimen“, betont die Landesrätin Klambauer und weiter: „Ein weiterer, wirkungsvoller Hebel ist hier nun das Mietensenkungsprogramm: Mit diesem schaffen wir spürbare, konkrete Senkungen und Dämpfungen für 9.800 Haushalte. Mit dem nun kommenden Mietensenkungsprogramm II werden weitere rund 25.000 Menschen entlastet. Das ist entschlossene, handfeste Wohnpolitik", zeigt sich Klambauer zuversichtlich.

Bereits 9.789 Einheiten

Das aktuell von Wohnbaureferentin Andrea Klambauer umgesetzte Mietensenkungsprogramm ist ein Erfolg: Mit einer Novelle des Salzburger Wohnbauförderungsgesetzes wurde die Grundlage geschaffen, um diese Erleichterungen für rund 12.000 Mietwohnungen zu erzielen, die vor 2006 errichtet wurden. Die durch günstige Zinssätze und Laufzeitverlängerungen erreichte Ersparnis wird von den Gemeinnützigen Bauvereinigungen an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben. Das sind bisher bei 9.789 Wohnungen in 673 Bauvorhaben rund 5,6 Millionen Euro Ersparnis.

Günstigere Mieten

Je nach Bauvorhaben und der jeweiligen Finanzierung ist die Höhe der Einsparungen unterschiedlich. Durchschnittlich sind es derzeit 0,73 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche und Monat. Ein Beispiel: Bei einer Nutzfläche von 65 Quadratmetern beträgt die Mietersparnis also rund 47 Euro netto pro Monat, dazu kommt noch die Ersparnis der Umsatzsteuer.

Weniger Wohnbeihilfe

„Uns ging es darum, die überproportional steigenden Mieten in Wohnungen, die mit alten Wohnbaumodellen gefördert wurden, auf das Niveau einer Neubauwohnung zu senken“, erläutert Klambauer. Die jährlichen Steigerungen für die vom Land beeinflussbaren Faktoren des Mietzinses wurden auf maximal zwei Prozent beschränkt. Als positive Nebeneffekte können Wohnungen wieder leichter vermietet, weniger Wohnungswechsel verzeichnet und auch die Wohnbeihilfe reduziert werden. Letzteres lässt sich bereits anhand der jüngsten Zahlen nachweisen: 2018 gab es einen geringeren Anstieg der Auszahlungen als prognostiziert. Auch heuer rechnet man damit, dass die Ausgaben wiederum leicht auf rund 25,5 Millionen Euro (2018: 26,4 Millionen Euro) sinken werden und demnach rund vier Millionen Euro unter den prognostizierten Werten liegt.

Einfluss auf geförderte Mietwohnungen

Außerdem zeigt sich bereits, dass das aktuelle Mietensenkungsprogramm zu einem Dämpfungseffekt bei der durchschnittlichen Nettomiete (also ohne Betriebs-, Heiz- und Verwaltungskosten sowie die Umsatzsteuer) führt. Bei allen Wohnungen, bei denen Wohnbeihilfe bezogen wurde, beträgt diese derzeit 6,64 Euro pro Quadratmeter. Vor einem Jahr waren es noch 6,75 Euro. Auf Basis dessen gehen wir davon aus, dass eine nachhaltige Kostendämpfung über den gesamten geförderten Wohnungsbestand erreicht werden kann.

Landeshauptstadt führend

Erwartungsgemäß liegt die Landeshauptstadt bei den Umfinanzierungen an der Spitze: 2.961 Wohnungen sind es hier, dahinter folgen der Pinzgau mit 1.982, der Pongau mit 1.769, der Flachgau mit 1.617, der Tennengau mit 1.308 und der Lungau mit 152 Einheiten. In 95 der 119 Gemeinden des Landes haben Salzburgerinnen und Salzburger von der Mietpreissenkung profitiert.

Neues Programm für weitere 9.000 Wohnungen

„Mit unserem neuen Modell konzentrieren wir uns nun auf die Preisentwicklung der geförderten Mietwohnobjekte, die im Zeitraum von 2006 bis 2015 errichtet wurden. Bei diesen Häusern wird im zehnten Jahr nach Übergabe die Mietenhöhe zum Problem“, begründet Landesrätin Klambauer den notwendigen neuen Schritt. Und weiter: „Um dem vorzubeugen, gibt es nun ein neues Mietensenkungsprogramm für weitere rund 9.000 Einheiten.“ Änderungen von Zinssatz und Annuität können jeweils zum 1. Jänner oder 1. Juli jeden Jahres vorgenommen werden. Nach den derzeit vorliegenden Daten werden somit bereits mit Juli 2020 die Mieten für Wohnungen von 150 Bauvorhaben gesenkt werden.  LK_190813_20 (kg/grs)

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