Fahrverbote gegen Ausweichverkehr bis Ferienende verlängert

Maßnahmenpaket gegen Stau-Umfahrer hat sich bewährt

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.08.2019
 

(LK)  Die ursprünglich nur bis zum kommenden Wochenende geplante Regelung mit den Sperren der Tauernautobahn-Abfahrten für den Transitverkehr wird nun bis Ferienende verlängert. „Ziel war und ist es, unerwünschten Ausweichverkehr auf dem Landesstraßennetz zu den Spitzenzeiten im Sommerverkehr zu vermeiden, die Anrainer zu entlasten und wichtige Verkehrsverbindungen bei Stau für Einsätze offenzuhalten. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir wesentliche Verbesserungen geschaffen“, so Landesrat Stefan Schnöll.

Seit 13. Juli wurden jeweils am Samstag und Sonntag alle Ausfahrten der Tauernautobahn A10 von Puch-Urstein bis St. Michael im Lungau von 6.00 bis 20.00 Uhr für Stau-Umfahrer ohne nachweisliches Ziel in der Region gesperrt. „Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt und die Anrainer vom Ausweichverkehr entlastet“, zieht Verkehrslandesrat Schnöll ein vorläufiges Resümee und ergänzt: „Wir haben uns deshalb entschlossen, die Fahrverbote bis zum Ende der Sommerferien, also den 8. September zu verlängern.“ Auch wenn die Situation in Wals und Grödig wegen der direkten Grenznähe schwierig zu steuern ist, konnte im Vergleich zum Vorjahr auch dort eine wesentliche Verbesserung erzielt werden.

Urlauber waren informiert

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die intensiven Vorabinformationen in den Nachbarländern über die Sperren und Kontrollen Wirkung gezeigt haben. Die Urlauber wissen Bescheid. Die Abreisezeiten haben sich entzerrt und die Leute überlegen genauer, wann sie losfahren“, betont Landesrat Schnöll nach den ersten fünf Wochenenden mit Ferienregelung.

Fahrverbote in Navis funktionieren

Auch die Navigationsgeräte zeigten die Information über die Sperren der Autobahnabfahrten an. Dies hat dazu geführt, dass im Vergleich zum Vorjahr viel weniger Urlauber überhaupt erst auf die Idee gekommen sind, abzufahren.

Polizeikontrollen wirkungsvollstes Mittel

Je nach Verkehrssituation in den Anrainergemeinden reagieren Behörden und Polizei flexibel. Es gibt keine durchgehende, flächendeckende Kontrolle der Abfahrtssperren. Sobald feststellt wird, dass es an manchen Stellen einen stärkeren Ausweichverkehr gibt, ist die Polizei beauftragt, Kontrollen durchzuführen.

Maßnahmen werden evaluiert

Die getroffenen Maßnahmen werden im Herbst gemeinsam evaluiert. Danach wird festgelegt, wie es nächstes Jahr weitergehen soll.

„Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir nach dem Sommer ein Resümee ziehen und überlegen, wie wir künftig weiter vorgehen. Wir denken bereits jetzt darüber nach, im nächsten Jahr auch private Sicherheitsfirmen beizuziehen, die die Polizei bei den Kontrollen unterstützen und entlasten sollen“, so Schnöll abschließend. LK_190813_21 (kg/ram/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum