Das Übel an der Wurzel packen

Landesrätin Hutter rückte mit Berg- und Naturwacht aus, um Ausbreitung von Riesen-Bärenklau einzudämmen

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.08.2019
 

(LK)  Das Übel an der Wurzel packen – besonders beim Riesen-Bärenklau ist nun die richtige Zeit dafür. Denn für die Verbreitung ihrer reifen Samen ist bald ihre „Hochzeit“. Deshalb rückten auch heute, Mittwoch, wieder zahlreiche Mitglieder der Berg- und Naturwacht als „Party-Crasher“ aus. Mit dabei in Ramingstein: Landesrätin Maria Hutter. Sie machte sich ein Bild von der anstrengenden Arbeit bei der Bekämpfung der invasiven Pflanzen.

Drüsen-Springkraut, Riesen-Bärenklau, Seidenpflanze, Kanadische Goldrute, Beifuß-Traubenkraut, Flügelknöteriche oder Nuttall-Wasserpest – sie alle gehören zu den Neophyten, den problematischen, invasiven Pflanzen, die die heimischen Arten verdrängen. „Die Ausbreitung von Neophyten verhindern und gleichzeitig unsere heimischen Arten schützen und fördern“, gibt Landesrätin Hutter das Ziel vor.

Effizienter Einsatz gegen die Dolden

„Die Neophyten muss man eigentlich das ganze Jahr über bekämpfen, aber vor allem beim Riesenbärenklau kann man in diesen Tagen effizient etwas dagegen tun, indem man die Dolden vernichtet“, weiß Alexander Leitner, Chef der Salzburger Berg- und Naturwacht. Die Dolden beinhalten die reifen Samen der Pflanze.

Experten schulen Experten der Zukunft

Dass man sich auf einen längerfristigen Kampf einstellen muss, ist in den Köpfen angekommen. Erst im Juni wurden von der Berg- und Naturwacht 25 Helferinnen und Helfer aus allen Bezirken geschult. Sie sind jetzt im richtigen Umgang mit invasiven Pflanzen fertig ausgebildet. Mit Rat und Tat zur Seite steht auch die Broschüre „Neophyten – Merkmale, Probleme, Maßnahmen“ der Naturschutz-Abteilung des Landes mit Informationen darüber, welche Arten es gibt, wieso einige davon eine Gefahr für Natur und Mensch darstellen und was man dagegen tun kann.

Keine „Saatgutbomben“ aus dem Internet

Ein wichtiger Tipp ist dabei, keine „Saatgutbomben“ zu verwenden. Die trendigen kleinen Sackerl, befüllt mit Erde, Tonpulver, Samen und Wasser, werden einfach auf Flächen, die begrünt werden sollen, geworfen. „Streut man aber Pflanzensamen aus, die man nicht kennt, kann dies für die Natur böse Folgen haben. Heimische Arten können durch ungewollte Ausbreitung von invasiven Arten verdrängt oder Krankheiten eingeschleppt werden“, warnt Landesrätin Hutter. LK_190814_50 (grs/ram/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum