Pädagogik-Paket bringt Änderungen

Die Neuerungen im Schuljahr 2019/2020 im Überblick

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.08.2019
 

(LK) Geänderte Regelungen für das Aufsteigen in den Volksschulen, die Rückkehr der Ziffernnoten mit zusätzlicher schriftlicher Erläuterung, verpflichtende Schüler-Lehrer-Eltern-Gespräche sowie ein freiwilliges zehntes Schuljahr an den Polytechnischen Schulen sind die wesentlichen Neuerungen, die das neue Schuljahr für die Schulen in Salzburg bringt. „Die Reform geht in die richtige Richtung. Mit dem Pädagogik-Paket werden Qualität und Transparenz im Schulsystem verbessert“, ist Bildungslandesrätin Maria Hutter überzeugt.

Das am 9. September beginnende neue Schuljahr bringt für die Volks- und Sonderschulen zwei wichtige Veränderungen. Einerseits werden die Ziffernnoten wieder eingeführt und andererseits wird das Sitzenbleiben wieder möglich sein. Die Leistung der Kinder wird ab dem Ende der 2. Klasse verpflichtend mit „Sehr gut“ bis „Nicht genügend“ beurteilt, dazu wird auch noch eine schriftliche Erläuterung beigelegt. Zuvor können die Klassenforen entscheiden, ob es in der 1. Klasse und im 1. Semester der 2. Klasse ausschließlich eine alternative, schriftliche Leistungsbeurteilung geben soll.

Neue Regelung für das Aufsteigen

Die neuen Regelungen für das Aufsteigen in die nächste Klasse sehen folgendermaßen aus: Bei Kindern in der 2. Schulstufe, die im Jahreszeugnis in zwei oder mehreren Pflichtgegenständen ein „Nicht genügend“ haben, entscheidet die Schulkonferenz, ob sie aufsteigen dürfen. Das gilt auch für die dritte Schulstufe.

Schüler-Lehrer-Eltern-Gespräche

Nicht nur für die Volks- und Sonderschulen, sondern auch für die Polytechnischen Schulen (PTS) gilt ab Herbst neu, dass so genannte Schüler-Lehrer-Eltern-Gespräche geführt werden müssen. Ziel dabei ist es, gemeinsam den Leistungsstand und die Stärken der Kinder im Hinblick auf das jeweilige Bildungsziel oder in puncto Berufswahl und weiterführende Ausbildungen zu erörtern.

Freiwilliges zehntes Schuljahr

Schülerinnen oder Schüler, die an einer BMHS oder AHS keinen erfolgreichen Schulabschluss erzielen konnten, bekommen nun die Möglichkeit, diesen in einem freiwilligen zehnten Schuljahr an einer Polytechnischen Schule zu absolvieren. „Dadurch sollen die Grundausbildung gefördert und die richtige Berufswahl unterstützt werden. Außerdem ist es ein Beitrag zur Verbesserung der Durchlässigkeit im österreichischen Bildungssystem“, betont Bildungsdirektor Rudolf Mair. LK_190822_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum