Jazzfestival baut Brücken in die Zukunft

40. Geburtstag / Saalfelden ist bis 25. August Hotspot für die Fans / Bezirksgericht, Buchbinderei und Almen als Bühne

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.08.2019
 

(LK) Begonnen hat alles vor genau 40 Jahren in einem Pferdestall, mittlerweile ist es zu einer sattelfesten Veranstaltung mit Weltformat geworden: Das internationale Jazzfestival Saalfelden. Es startet heuer mit vielen Neuerungen in sein Jubiläumsjahr. „Das Jazzfestival verwandelt Saalfelden stets aufs Neue in eine pulsierende Jazz-Hochburg. Ich gratuliere den Verantwortlichen, dass ihnen seit so vielen Jahren ein Festival dieses Formats gelingt“, so Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn anlässlich der Eröffnung.

Jazzgrößen wie Ornette Coleman, Harri Stojka, Dollar Brand, Marc Ribot, Randy Weston oder Pharao Sanders waren schon zu Gast in Saalfelden. Heute sind es bekannte Namen wie Christian Muthspiel, Ken Vandermark, Joshua Redman oder Sylvie Courvoisier. Der dem Festival stark verbundene Wolfgang Puschnig, der vor 40 Jahren das allererste Konzert gespielt hat, ist ebenfalls wieder mit von der Partie. Das ist allerdings die einzige Brücke, die im Jubiläumsjahr in die Vergangenheit geschlagen wird. „Wir setzen auf die Zukunft und auch auf junges Publikum“, so Mario Steidl, Leiter des Jazzfestivals Saalfelden. Noch bis Sonntag warten viele Innovationen.

Mehr als die Hälfte der Konzerte bei freiem Eintritt

So wird von bisher knapp mehr als 40 Konzerten auf 70 aufgestockt, mehr als die Hälfte davon bei freiem Eintritt. Das Publikum wird verstärkt eingebunden, es gibt interessante neue Formate und Spielorte. „Das macht das Jazzfestival Saalfelden zu einer weltoffenen und menschen-verbindenden Veranstaltung. Regionale Kultur-Events wie diese tragen viel dazu bei, dass Salzburg ein anerkanntes, facettenreiches Kulturland ist“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn, der zur 40-jährigen Erfolgsgeschichte gratulierte und weiterhin so viel Innnovationsfreude wünscht.

Jazz im Gericht und auf der Alm

Das alte Bezirksgericht und eine Buchbinderei sind unter anderem neben dem Museum Schloss Ritzen zum Schau- und Hörplatz. Und auch die umliegenden Almen werden bespielt. Neu ist auch eine ganztägige Konzert-Wanderung mit Musikerinnen und Musikern, außerdem wird der Park im Zentrum Saalfeldens zum musikalischen Treffpunkt. In der sogenannten „Ranch“ - jenem Ort, an dem das Festival 1978 aus der Taufe gehoben wurde – erklingen dieses Jahr erstmals wieder Jazztöne.

Heimische Talente werden gefördert

„Die neuen Formate und Orte bieten Musikerinnen und Musikern Raum für Improvisation und Begegnungen, dabei ergibt sich sicherlich so manch Überraschendes und Unerwartetes“, ist Mario Steidl überzeugt. Und was heuer ganz besonders im Vordergrund steht: „Das ist die Förderung junger österreichischer Musikerinnen und Musiker“, versichert der Leiter des Festivals. LK_ 180823_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at