Wirtschaft und Tourismus als Konjunkturmotoren

Fünfjahresvergleich der Daten zur Wirtschafts- und Sozialstruktur

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.08.2019
 

(LK)  Wirtschaft und Tourismus können in Salzburg auf erfolgreiche fünf Jahre zurückblicken. Dies geht aus einem von der Landesstatistik erhobenen Vergleich der Daten zur Wirtschafts- und Sozialstruktur 2013 und 2018 hervor.

„Die aktuellen Daten zur Wirtschaftslage zeigen eindrucksvoll, dass der Wirtschaftsstandort Salzburg für Qualität, Innovation und hervorragende Arbeitsleistungen steht. Daher betrachten wir unseren eingeschlagenen wirtschaftspolitischen Weg zum Qualitätsausbau als vollkommen richtig und werden auch weiterhin dafür sorgen, dass die starke Regionalwirtschaft beste Rahmenbedingungen vorfindet, um Arbeitsplätze und Strukturen in den Regionen zu sichern“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.  

Steigende Umsätze bei der Warenherstellung und am Bau

Ausgehend von einem Produktionsvolumen der Warenherstellung (inklusive Bergbau) von 10,9 Milliarden Euro im Jahr 2013 erhöhten sich die Umsätze kontinuierlich und erreichten 2018 rund 13 Milliarden Euro. Das daraus für Salzburg resultierende Plus von 19,6 Prozent war deutlich höher als für Österreich mit 14,8 Prozent. Auch die Umsätze am Bau konnten hierzulande im selben Zeitraum einen steten Zuwachs verzeichnen und beliefen sich im Vorjahr auf 3,4 Milliarden Euro. Im Fünfjahresvergleich fiel das Plus in Salzburg mit 22,7 Prozent ebenfalls höher aus als in Österreich (20,2 Prozent).

Mehr Ankünfte und Nächtigungen, kürzere Aufenthalte

Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt: Von 2013 auf 2018 erhöhte sich die Zahl der Ankünfte von 6,5 auf 7,9 Millionen und jene der Nächtigungen von 25,8 auf 29,5 Millionen. Mit einem Plus gegenüber dem Jahr 2013 von 22,9 Prozent bei den Ankünften und von 14,4 Prozent bei den Nächtigungen verlief die Entwicklung in Salzburg günstiger als in Österreich mit einem Anstieg von 21,7 Prozent bei den Ankünften und 13 Prozent bei den Nächtigungen. Für Salzburg und Österreich gilt im Fünfjahresvergleich gleichermaßen, dass die Zahl der Nächtigungen in den Privatquartieren etwas stärker stieg als in Hotels oder ähnlichen Betrieben. Was die Aufenthaltsdauer betrifft, so setzte sich der Trend zu kürzeren Urlauben fort. Von 2013 auf 2018 sank diese nämlich in Salzburg von 4,0 auf 3,7 Tage und in Österreich von 3,6 auf 3,3 Tage.

Mehr Beschäftigte und sinkende Arbeitslosenrate

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten erhöhte sich in Salzburg ausgehend von 243.944 (2013) kontinuierlich auf 259.356 (2018), was einem Plus von 6,3 Prozent entspricht. Bei der Zahl der Arbeitslosen folgte einem Anstieg von 13.114 Personen (2013) auf 15.450 Personen im Jahr 2015 in den darauffolgenden Jahren ein stetiger Rückgang auf 13.523 Personen im Jahr 2018, sodass sich gegenüber 2013 ein Plus von nur mehr 3,1 Prozent ergab. Damit waren 2018 insgesamt 5,0 Prozent der Erwerbspersonen (unselbstständig Beschäftigte plus Arbeitslose) ohne Arbeit, im Fünfjahresvergleich bedeutet dies für 2018 die niedrigste Arbeitslosenrate. Für Österreich errechnete sich im Vergleich 2013 auf 2018 ein Anstieg der Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 7,4 Prozent, ein Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um 8,7 Prozent und ein minimaler Anstieg der Arbeitslosenrate um 0,1 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent.

332 Unternehmensinsolvenzen und 420 Privatkonkurse im Jahr 2018

Was die Unternehmensinsolvenzen betrifft, so wurden hierzulande von 2013 bis 2018 jährlich zwischen 331 (2015) und 392 (2016) registriert, 2018 waren es 332. Österreichweit gab es in den vergangenen Jahren jährlich zwischen 4.980 (2018) und 5.459 (2013) Firmenpleiten. Bei den geschätzten Passiva wurde gegenüber 2013 ein Rückgang von 43,2 Prozent verzeichnet (Österreich: - 66,9 Prozent). Über den gesamten Zeitraum betrachtet wurde bei den Unternehmensinsolvenzen in Salzburg bei rund 50 Prozent (Österreich: rund 60 Prozent) der Fälle ein Sanierungs- bzw. Konkursverfahren eröffnet. Die deutlich höhere Zahl an Privatkonkursen im Jahr 2018 (Salzburg: 420, Österreich: 10.054) gegenüber dem Jahr 2017 (Salzburg: 342, Österreich: 6.921) ist einem Nachholeffekt aufgrund einer Insolvenzrechtsnovelle per 1. November 2017 geschuldet. LK_190827_21 (kg/grs)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum