Neue Studie: 82 Prozent der Befragten mit Wohnsituation in Salzburg zufrieden

Überwiegend positive Ergebnisse / Insgesamt 363 Fragebögen ausgewertet

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.08.2019
 

(LK)  Die Lebensqualität der Menschen hängt zu einem großen Teil von der Wohnqualität ab. Das betrifft die Lage, die Ausstattung, die Sicherheit und die Infrastruktur. In Salzburg bestätigen die sehr guten Ergebnisse der Wohnzufriedenheits-Studie „Geförderter Mietwohnbau in Salzburg – Wunsch und Wirklichkeit“ den richtigen Weg. 82 Prozent der Befragten sind mit ihrer Situation generell sehr zufrieden oder zufrieden.

„Es sind viele Faktoren, die die Qualität beeinflussen. Die Bewohnerinnen und Bewohner im gefördertem Mietwohnbau in Salzburg sind zufrieden. Das betrifft die Größe genauso wie die Kosten. Die Rückmeldungen sind somit eine Bestätigung, dass wir gemeinsam sehr gut im Sinne der Menschen arbeiten. Denn sowohl die Erwartungen der Leute als auch der Bedarf steigen. Daher gilt es, diese sehr guten Ergebnisse auch für die Zukunft zu sichern“, freut sich Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer.

Zentral gelegen, Öffis und Shops gut zu erreichen

Durchwegs positiv bewertet werden auch die meist zentrale Lage mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Einkaufsmöglichkeiten sowie die gemeinsamen Garten- und Grünflächen. Nur ein Prozent ist mit der Anbindung an die Öffis nicht zufrieden, nur vier Prozent mit der Nähe der Einkaufsmöglichkeiten.

Positiv: Geförderter Wohnbau wird langfristig genutzt

Positive Ergebnisse gibt es auch für die Wohnbauförderung des Landes: Der geförderte Wohnbau in Salzburg stellt für die große Mehrheit keine Übergangslösung dar, sondern wird als attraktiv empfunden und vielfach langfristig genutzt. Die Dauer ist in allen untersuchten Anlagen durchwegs sehr hoch. 77 Prozent gaben an, in der Wohnung bleiben zu wollen. Wechsel werden eher durch Änderungen der persönlichen Lebensumstände ausgelöst, als durch Unzufriedenheit mit der Wohnung selber.

Maßnahmen gegen hohe Mieten

Weiters erfreulich: Die Verbesserungen beim energieeffizienten Bauen zeigen Wirkung, somit bleibt der Heizaufwand überschaubar. Die Höhe der Heizkosten wird von einem Großteil als erschwinglich und passend eingeschätzt: 71 Prozent gaben an, die Heizkosten seien leistbar oder zumindest „geht so“. Wie die Studie zeigt, sind 68 Prozent der Befragten mit den Mietkosten sehr zufrieden bis zufrieden. Acht Prozent empfinden die Miete als zu hoch, dies besonders in älteren Anlagen mit steigenden Mieten. „Genau da setzen die neuen Maßnahmen im Wohnbauförderungsgesetz an: Rund 25.000 Salzburgerinnen und Salzburger in diesen 9.000 Haushalten können mit einer Reduktion der Mieten rechnen. Und der künftige Anstieg wird mit diesen Maßnahmen auch gedämpft“, so Klambauer.

Mit Sanierung zufrieden

Bei dieser aktuellen Studie stand auch die Sanierung im Fokus. Die große Mehrheit in den beiden sanierten Anlagen (Strubergasse und Richard-Knoller-Straße) findet das Ergebnis der Sanierung gut (81 Prozent und 75 Prozent). 77 Prozent und 65 Prozent sagen, die Wohnqualität habe sich verbessert.

Kritikpunkte: Sauberkeit, Parkplatzsituation und Mülltrennung

Jeweils 32 Prozent sind mit der Sauberkeit der Anlage und mit der Parkplatzsituation nicht zufrieden, 31 Prozent mit der Möglichkeit zur Mülltrennung. Lärmende Kinder und Jugendliche werden von 24,5 Prozent als störend empfunden. 18,8 Prozent finden Schmutz in den Gängen störend.

Neun Wohnanlagen in zwei Studien untersucht

Insgesamt wurden in beiden Studien 363 Fragebögen ausgewertet, davon 218 in der aktuellen Runde und 145 in der vorigen Runde im Jahr 2016. Erstellt wurde die Studie vom SIR – Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen im Auftrag des Landes und der Stadt Salzburg. Beteiligt waren weiters die gemeinnützigen Bauträger Heimat Österreich, gswb, Die Salzburg und Salzburg Wohnbau sowie die kommunale gswb Liegenschaftsverwaltungs-GmbH KGL und die gewerbliche Habitat. Je ein Bauvorhaben jedes Bauträgers wurde untersucht. Die erste Runde der Befragung im Jahr 2016 umfasste vier Anlagen in der Stadt Salzburg: Humboldtstraße, Paradiesgarten, Stieglgründe und Itzling-Pflanzmann. Im zweiten Durchgang kamen fünf (Mauracherstraße, Schmiedingerstraße, Ignaz-Harrer-Straße, Strubergasse, Richard-Knoller-Straße) hinzu. In den beiden letztgenannten Anlagen standen Sanierungen im Vordergrund. LK_190828_51 (rb/grs/kg)

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