Die kulturelle Vielfalt im Visier

Vorarbeiten für 3. Österreichischen UNESCO-Staatenbericht

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.09.2019
 

(LK) Wie steht es um die kulturelle Vielfalt im Land? Derzeit laufen die Arbeiten für den 3. Österreichischen Staatenbericht der UNESCO. Claudia Isep von der Österreichischen UNESCO-Kommission war gestern bei Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn um die Beantwortungen des Fragenkatalogs zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen persönlich abzuholen.

„Die UNESCO verbindet die Mitgliedstaaten auf vielen Ebenen. Sie fördert etwa die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Kultur. Dieser ständige Austausch, Vernetzung und Kooperation tragen viel zum friedvollen Miteinander und zur politischer Stabilität bei. Die Fragen des Berichts überprüfen, ob in Österreich ein Umfeld gegeben ist, in dem sich Kunst und Kultur frei entfalten kann. Die Politik ist dabei für die Rahmenbedingungen zuständig“, so Kulturreferent Schellhorn.

Transparenz, Informationsaustausch und Partizipation

Kulturpolitische (Förder-)Schwerpunkte, Partizipation und Kooperation sowie Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Kulturentwicklung bilden die Schwerpunkte des aktuellen Monitoring-Berichts. Schellhorn hat in diesem Zusammenhang vor allem den Kulturentwicklungsplan für Salzburg (KEP) und dessen Maßnahmen, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden, thematisiert.

KEP - kulturpolitische Schwerpunkte und Maßnahmen

Der KEP, an dem rund 600 Personen insbesondere aus dem Kunst- und Kulturbereich des Landes teilgenommen haben, sieht konkrete Schwerpunkte und Maßnahmen für zehn Jahre vor. Eine davon ist beispielsweise die heuer erstmals erfolgte Ausschreibung zur Förderung von Medienkunst-Projekten. Weiters wird auch das bisherige Künstlersymposium „ORTung“ wird mit den Förderprogrammen „Wahre Landschaft“ und „Podium“ zu einem neuen biennalen Festival für zeitgenössische Kunst im ländlichen Raum zusammengeführt und 2021 erstmals stattfinden.

Seit 70 Jahren UNESCO-Mitglied

Österreich ist seit 70 Jahren Mitglied bei der UNESCO. 1949 wurde die Österreichische Kommission dieser Internationalen Vereinigung als nationale Koordination-und Verbindungsstelle eingerichtet. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben Beratung der Bundes- und Landesregierungen sowie Vernetzungstätigkeiten auch beim Schutz des Kulturerbes sowie der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Der 3. Österreichische UNESCO-Staatbericht wird nächstes Jahr veröffentlicht.  LK_190911_23 (kg/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

 Redaktion: Landes-Medienzentrum