Gemeinsam für den Klimaschutz

Land Salzburg und Salzburg AG schnüren neues Maßnahmen-Paket

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.09.2019
 

(LK)  Mehr als 30 Betriebe haben sich bereits der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 angeschlossen. Mit der Salzburg AG hat das Land bereits einen wichtigen Partner gewonnen. Nun wird die Partnerschaft erweitert.

„Die Regierung alleine kann das Ruder in der Klimakrise nicht herumreißen. Wir alle – Politik, Wirtschaft, Industrie und Bürgerinnen und Bürger – müssen an einem Strang ziehen“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn heute, Mittwoch, bei der Unterzeichnung der neuen Vereinbarung und zeigt sich erfreut, „dass die Salzburg AG mit uns künftig noch intensiver daran arbeiten will, ein klimaneutrales und energieautonomes Bundesland zu werden“.

SALZBURG-2050-Partner der ersten Stunde

Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG, betonte: „Wir bekennen uns seit der ersten Stunde zu den Zielen von SALZBURG 2050. Um jedoch die Klima- und Energieziele langfristig erfüllen zu können, brauchen wir auch die breite Zustimmung der Bevölkerung. Denn unser gemeinsames Klimaprojekt kann nur mit politischem Willen und einer breiten Aufklärung in der Bevölkerung gelingen. Die Salzburg AG ist schon jetzt Partner der Salzburgerinnen und Salzburger und bietet maßgeschneiderte Produkte und Services, mit denen jede und jeder ganz leicht Teil der Energiewende werden kann“.

Umfangreiches Maßnahmenpaket

Zentrale Punkte im Maßnahmen-Paket sind abgestimmte Strategien zur Fernwärme und zur Gasversorgung, mehr Strom aus Wasser-, Wind- und Sonnenkraft sowie Ausbau von E-Ladestationen. Weiters beinhaltet sind Aspekte aus der Raumplanung, der Beschäftigung mit Folgen des Klimawandels und die Fortsetzung bestehender Kooperationen zwischen dem Land und der Salzburg AG, etwa bei der Energieberatung oder dem Umweltservice. Die Maßnahmen im Detail:

Langfristig Kohlenstoff vermeiden

Eine gemeinsame Fernwärmestrategie mit Stadt und Land Salzburg sieht unter anderem einen schrittweisen Ausbau und eine langfristig vollständige Dekarbonisierung vor. Das heißt, Fernwärmeversorgung soll künftig frei von Kohlenstoff erfolgen. Auch eine Festlegung von Fernwärmegebieten und eine Verdichtung des Netzes ist Teil des Pakets.

Ausbau erneuerbarer Energiequellen

Salzburg AG und Land wollen enger bei der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen kooperieren. Beide Partner bekennen sich zu 100 Prozent erneuerbarem Strom, zu einem gemeinsamen Fahrplan zur Umsetzung sowie zu dem dafür notwendigen nachhaltigen Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung. Auch die Windkraft soll in Salzburg künftig vorangetrieben und der Ausbau der Photovoltaik fortgesetzt werden. Außerdem: Zwischen Salzburg AG, Land und Stadt soll es einen zeitlich festgelegten Prozess zur Entwicklung einer abgestimmten Strategie bei der Versorgung mit Erdgas unter Berücksichtigung von erneuerbaren Gasen geben.

Ausbau von E-Ladestationen

Das Paket umfasst auch eine gemeinsame Strategie zur Mobilitätswende. Kernpunkte betreffen den öffentlichen Verkehr, Elektromobilität und alternative Antriebe in der Straßengüterlogistik. „Der Verkehr ist in Salzburg der Hauptverursacher für die schädlichen Emissionen von Treibhausgas. Mit unserer Partnerschaft können wir hier eine angemessene Reduktion schaffen“, unterstreicht Schellhorn.

SALZBURG 2050

Das Land Salzburg hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral und energieautonom zu sein. Das bedeutet: null Prozent Treibhausgas-Emissionen und 100 Prozent Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. „Wir haben noch ein großes Stück an Arbeit vor uns, um das zu erreichen. Ich bin überzeugt, mit vereinten Kräften schaffen wir das“, so Schellhorn. LK_190918_51 (grs/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at; Salzburg AG, Team Konzernkommunikation, Tel.: +43 662 8884-2802, E-Mail: pr@salzburg-ag.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum