Mit einer Lehre zum Ingenieur

Salzburg auf dem Weg zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.09.2019
 

(HP)  Salzburg setzt einen weiteren attraktiven Schritt in der Lehrlingsausbildung: Künftig erhält man nach einer Lehre als Industrietechniker und sechs Jahren Berufserfahrung den Titel Ingenieur. Initiiert wurde dieses Karrieremodell von der Industriellenvereinigung Salzburg (IV).

„Das Ziel ist, Salzburg zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland zu machen. Die Ausbildung unserer Jugendlichen entscheidet über unsere Zukunft. Daher wurde in den vergangenen Monaten eine Allianz aus Politik, Sozialpartnern, Arbeitsmarktservice und Bildungsdirektion geschmiedet, welche die Lehre fördern und modernisieren wird“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Präsentation des Modells.

Duale Ausbildung als Garant für den Berufseinstieg

„Die duale Berufsausbildung hat sich als Erfolgsmodell bewährt und gilt als Garant für einen gelungenen Berufseinstieg. Vor allem ein technischer Lehrberuf bietet hervorragende Zukunftsperspektiven“, ergänzt der Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg, Peter Unterkofler.

Maßnahme gegen Fachkräftemangel

„Mit Lehre und Industrietechniker zum Ingenieur ist Salzburg auf dem besten Weg zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland. Damit schafft die IV Salzburg eine weitere Maßnahme gegen den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in Salzburgs Industriebetrieben und für junge Menschen eine hervorragende Zukunftsperspektive“, freut sich IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte über die Änderung des Ingenieur-Gesetzes, die es Industrietechnikern nun erlaubt, nach sechsjähriger Berufspraxis den Titel des Ingenieurs verliehen zu bekommen.

Ziele: Zahl der Lehrlinge erhöhen

  • Rund 50 Prozent eines Jahrgangs sollen wieder eine Lehre beginnen. Der Anteil der Lehrlinge im ersten Jahr bei den 15-Jährigen liegt in Salzburg derzeit mit 46 Prozent klar über dem Österreichschnitt (38 Prozent).
  • Die Zahl der Lehrlinge mit Matura (derzeit 3,4 Prozent oder 246) soll verdoppelt werden.
  • Das Projekt „Lehre mit Matura“ soll seine führende Position in Österreich ausbauen. In keinem anderen Bundesland absolvieren mehr Teilnehmer diese Ausbildung (in Salzburg 16 Prozent im Verhältnis zur jeweiligen Gesamtlehrlingszahl des Bundeslandes).
  • Bei der Ausbildungsqualität soll Salzburg an der Spitze stehen, bei den Abbruchquoten in der dualen Ausbildung ist die gute Position Salzburgs – 92,8 Prozent schaffen die Lehre – weiter zu verbessern. Dazu wird es jeweils eigene Teilprojekte (zum Beispiel Ausbau der Ausbilderakademie) geben.

Mehr dazu

Eltern und Jugendliche können sich über die Karriere zum Industrietechniker auf www.industrietechniker.net informieren. Generelle Infos zu Lehrstellen in der Industrie findet man auf www.diesalzburgerindustrie.at. LK_190923_10 (ram/grs)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum