Mandat kostet in Salzburg voraussichtlich 28.700 Stimmen

Rund 9.200 junge Erstwählerinnen und -wähler bei Nationalratswahl / Erstmals weniger Wahlberechtigte

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.09.2019
 

(LK)  Im Land Salzburg können bei der Nationalratswahl 2019 bis zu elf Mandate vergeben werden. Unter der Annahme, dass die Wahlbeteiligung und der Anteil der gültig Wählenden den Werten der Wahl 2017 entsprechen, sind rund 28.700 Wählerstimmen für das Erreichen eines Mandats auf Regionalwahlkreis- (erstes Ermittlungsverfahren) bzw. Landesebene (zweites Ermittlungsverfahren) notwendig, rechnet Gernot Filipp von der Landesstatistik vor.

Auf Regionalwahlkreisebene ist das Erreichen eines Grundmandats deutlich schwieriger als auf Landesebene. Im Regionalwahlkreis A (Salzburg Stadt) müsste eine Partei voraussichtlich 39 Prozent, im Regionalwahlkreis B (Flachgau/Tennengau) 22 Prozent und im Regionalwahlkreis C (Lungau/Pinzgau/Pongau) 26 Prozent der gültigen Stimmen erreichen, um sich ein Grundmandat zu sichern. Für ein Mandat auf Landesebene sind hingegen nur etwa neun Prozent der gültigen Stimmen erforderlich. Mandate, die nicht in den beiden ersten Ermittlungsverfahren zugeteilt werden konnten, werden im dritten Ermittlungsverfahren auf Bundesebene vergeben.

9.200 Personen erstmals in Salzburg stimmberechtigt

Rund 9.200 Personen haben seit der vergangenen Nationalratswahl im Jahr 2017 das 16. Lebensalter vollendet und sind somit nächsten Sonntag erstmals bei einer Nationalratswahl berechtigt. Zudem haben rund 600 Personen durch Einbürgerung das Wahlrecht erhalten. Die Zahl der Auslandsösterreicherinnen und -österreicher, die wahlberechtigt sind, ist gegenüber 2017 um rund 300 auf 5.742 Personen gestiegen. Zusätzlich sind in diesem Zeitraum rund 2.100 potenzielle Wählerinnen und Wähler mehr weg- als zugezogen, weiters sind rund 8.100 Personen verstorben.

Zahl der Wahlberechtigten bei Nationalratswahl erstmals gesunken

In Summe sind damit 395.640 Salzburgerinnen und Salzburger laut den Wählerverzeichnissen der Gemeinden zur Nationalratswahl am 29. September wahlberechtigt. Das sind um 83 Personen weniger als zur Wahl vor zwei Jahren. Erstmals in der Zweiten Republik ist damit die Zahl der zur Nationalratswahl wahlberechtigten Salzburgerinnen und Salzburger gesunken.

Rückgang nur bei weiblichen Wahlberechtigten

205.664 Frauen und 189.976 Männer dürfen ihre Stimme abgeben. Damit hat die Zahl der männlichen Wahlberechtigten um 207 zugenommen, die Zahl der weiblichen Wahlberechtigten ist aber um 290 gesunken.

Durchschnittsalter steigt weiter an

Das Durchschnittsalter der wahlberechtigten Personen in Salzburg ist seit der Nationalratswahl 2017 um knapp ein halbes Jahr von 50,4 auf 50,8 Jahre gestiegen. Die weiblichen Wählerinnen sind dabei im Schnitt mit 52 Jahren um 2,5 Jahre älter als die durchschnittlich 49,5 Jahre alten Männer. 2013 lag das Durchschnittsalter noch bei 49,2 Jahren.

Der Flachgau hat die Nase vorn

Im Flachgau leben mit 114.287 die meisten wahlberechtigten Personen, um 0,6 Prozent mehr als noch zur Wahl im Jahr 2017. Die Zahl der Stimmberechtigten ist in der Landeshauptstadt Salzburg dagegen um 0,7 Prozent auf 99.178 gesunken. Auch im Lungau gibt es einen Rückgang um 0,7 Prozent auf 16.110 Wahlberechtigte. Im Pinzgau (64.160, minus 0,1 Prozent), Pongau (58.389, plus 0,1 Prozent) und Tennengau (43.516, plus 0,2 Prozent) sind etwa gleich viele Personen wahlberechtigt wie bei der Nationalratswahl vor zwei Jahren. LK_190926_60 (sm/grs)

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