Salzburger Kulturnetzwerk als EU-weites Vorzeigebeispiel

Ausschuss der Regionen informiert sich über Salzburger Projekt apap

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.10.2019
 

(LK)  Kunst und Kultur können Motor für Europa sein. Elf Organisationen aus ganz Europa mit mehr als 40 Künstlerinnen und Künstlern arbeiten gemeinsam im Advancing Performing Arts Project (apap) über einen Zeitraum von vier Jahren. „Wir bringen die EU zusammen und beleben den europäischen Gedanken. Diese Rolle besteht bereits aus der EU-Vorzeit in Form der Salzburger Festspiele“, machte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf bei einer Arbeitssitzung in Brüssel auf ein Salzburger Vorzeigebeispiel aufmerksam, wie im Kultursektor europäisch kooperiert wird.

Pallauf vertritt Salzburg in der Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur im EU-Ausschuss der Regionen (AdR). Hier werden Stellungnahmen für die Plenartagung vorbereitet und politische Impulse für Brüssel gesetzt. Das Projekt für die Förderung darstellender Kunst stellte sie dabei als Best Practice Beispiel zu „Bewährten Verfahren im Kulturbereich aus dem Land Salzburg“ vor.

Tanz, Performance und Theater mit regionalem Input

Das internationale Künstlernetzwerk apap wurde im Jahr 2000 von der SZENE Salzburg ins Leben gerufen und hat seitdem zahlreiche Programme mit Unterstützung der EU umgesetzt. Schwerpunkt sind künstlerische Aktivitäten in Tanz, Performance und Theater, in die Sichtweisen verschiedener europäischer Regionen von Island bis Kroatien miteinfließen. Die SZENE Salzburg ist aktuell mit „Performing Europe 2020“ dabei und bietet insgesamt vierzig Künstlern unterschiedlicher Generationen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Aufführungen. „Dazu zählen neben Koproduktionen und Gastspielen bei Festivals und saisonal bespielten Häusern auch Aufenthalte zu Proben- und Recherchezwecken, die Teilnahme an Diskussionsveranstaltungen sowie ein enger Austausch mit Kunstschaffenden aus dem Libanon“, erklärt Angela Glechner, künstlerische Leiterin der SZENE Salzburg.

Einfacher zur EU-Förderung

Die Unterstützung durch EU-Gelder hat insbesondere den Vorteil, diese zeitgenössische Kultur auch in ländliche Regionen zu bringen. „Es muss auch Thema des Ausschusses der Regionen sein, für den Bürokratieabbau einzutreten. Vor allem kleine Institutionen haben einen enormen Aufwand, Gelder zu beantragen, da die Anforderung bei der Einreichung und dem Verwendungsnachweis kaum zu bewältigen sind“, so Pallauf. LK_191006_60 (sm/kg)

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Medienrückfragen: Katharina Wimmer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel. +43 662 8042-2600, Mobil: +43 664 1278655, E-Mail: katharina.wimmer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum