Pflegeausbildung mit Matura am multiaugustinum ab Herbst 2020

Wichtiges Puzzleteil für mehr Pflegekräfte in den Regionen

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.10.2019
 

(LK) Nach langen und intensiven Vorbereitungen und Gesprächen auch auf höchster Ebene mit dem Bund ist es jetzt soweit: Am mulitaugustinum in St. Margarethen im Lungau startet mit dem Schuljahr 2020/21 eine Höhere Lehranstalt für Pflege.

„Der Schulversuch wird demnächst vom Bildungsministerium ausgeschrieben, das multiaugustinum wird sich dafür bewerben und die Pflegeausbildung an der Höheren Lehranstalt mit dem Abschluss Matura und der Pflegefachassistenz in Kooperation mit der Krankenpflegeschule der SALK anbieten“, teilten heute Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Bildungslandesrätin Maria Hutter mit.

Dezentrale Ausbildung

„Damit wird ein ganz wichtiges Puzzleteil in die Pflegelandschaft Salzburgs eingefügt. Ein besonderer Vorteil ist, dass die Ausbildung dezentralisiert im Lungau absolviert wird und die entsprechenden Praktika sowohl im Lungau als auch in den Herkunftsregionen der Schülerinnen und Schülern stattfinden“, betont Stöckl, der sich gemeinsam mit Landesrätin Hutter mehrfach und stark für das Zustandekommen einer Pflegeausbildung am multiaugustinum eingesetzt hat. Für Schüler aus anderen Regionen steht in St. Margarethen ein Internat zur Verfügung. „Da das Berufsbild der Pflegefachassistenz vor noch nicht allzu langer Zeit eingeführt wurde, werden diese im gesamten Bundesland im intramuralen und extramuralen Bereich benötigt. Deshalb ist es umso erfreulicher, wenn im kommenden Herbst im Lungau diese Ausbildung angeboten werden kann“, so Stöckl.

Ausbildung und Job in der Region

„Eine regionale Ausbildung von Pflegekräften erhöht die Chancen, dass sich die Absolventinnen und Absolventen dann auch in ihrer Heimat einen Dienstgeber suchen und dort als Pflegekräfte für die Spitäler in der Region als auch für die extramuralen Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheime bzw. für die mobilen Dienste zu Verfügung stehen“, so Stöckl.

Zukunftsthema Pflege kommt in den Schulbereich

„Unser berufsbildendes Schulsystem ist ein entscheidender Standortvorteil und auch ein Garant für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Viele europäischen Länder beneiden uns darum und versuchen, uns hier zu kopieren. Mit der Einrichtung eines eigenen berufsbildenden Zweiges für die Pflegeausbildung bekommt dieses für unsere Gesellschaft so wichtige Zukunftsthema endlich auch die entsprechende Bedeutung im Schulbereich. Der Bedarf nach Absolventen im Bereich der Pflege ist derart groß, dass es bestimmt auch genügend Interessenten für diese Ausbildung geben wird. Die Job- und Karrierechancen sind jedenfalls hervorragend“, betont Bildungslandesrätin Maria Hutter. LK_191004_10 (ram/sm)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum