Wenn die Funken für den Lehrberuf überspringen

LBS Hallein verabschiedete ausgebildete Metall- und Seilbahntechniker / Schüler beeindruckten mit ihren Projekten

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.10.2019
 

(LK)  Die Schule ist Vergangenheit, die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen: 18 Metall- und 13 Seilbahntechniker der vierten Klassen der LBS Hallein haben ihre Zeugnisse erhalten. Die Absolventen beeindruckten bei der Abschlussfeier mit der Vorstellung ihrer Projekte. „Ich bin jedes Mal fasziniert davon, was die jungen Salzburgerinnen und Salzburger leisten, was an unseren Berufsschulen gelehrt wird und wie gut der Zusammenhalt unter den Schülern ist“, war Bildungslandesrätin Maria Hutter begeistert.

In den vergangenen Wochen ging es ganz schön laut zur Sache und es sprühten die Funken: Da wurde geschleift, gefräst und gesägt, was das Zeug hielt. Die 31 Schüler der vierten Klassen der LBS Hallein fertigten ihre Gesellenstücke: Etwa eine Schmiedeesse, ein Fitnessgerät, ein Nirosta-Gartentischset, einen Party-Griller, eine hydraulische Schraubenzwinge, ein Pisten-Warnsystem und sogar einen E-Scooter.

Kreativ und erfinderisch

„Das sind allesamt tolle Burschen, kreativ und erfinderisch“, zeigte sich auch Josef Thomas Wenger vom Innungsausschuss der Metalltechniker begeistert. Und Schulleiter Ernst Seiwald ist überzeugt: „Das Land Salzburg hat sich auf die Fahnen geheftet, zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland zu werden. Die LBS Hallein ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass wir auf dem besten Weg dazu sind.“

Einmalig in Europa: Ausbildung zum Seilbahntechniker

Insgesamt besuchen 1.300 Schülerinnen und Schüler die LBS Hallein, die vor allem in technischen Berufen wie Metall-, Maschinenbautechnik, Technischer Zeichner aber auch Installateur und Dachdecker ausbildet. Zudem wird eine in Europa einzigartige Ausbildung - jene zum Seilbahntechniker – angeboten. „Hier kommen Schüler sogar aus Deutschland und Italien zu uns“, freut sich Seiwald. So auch der aus Bremen stammende Florian Schüler, der jedoch die Ausbildung zum Metalltechniker absolviert und als Lehrstück einen E-Scooter, der mehr als 20 km/h schafft, gebaut hat: „Die Ausbildung hier ist straff, das Niveau sehr hoch“.

Einzigartig: Duales Ausbildungssystem

Das unterstreicht auch sein Werkstattlehrer Martin Reindl: „Das duale Ausbildungssystem ist etwas Einzigartiges, es fordert aber auch ganz schön – Lehrer wie Auszubildende. Immerhin arbeiten unsere Schüler elf Monate lang in den unterschiedlichsten Betrieben und sind dann neun Wochen im Jahr bei uns. Wenn sie mit unserer Hilfe nach vier Jahren ihre Schule beendet und die Werkstücke fertiggestellt haben, und sich dann ehrlich bei uns für die Unterstützung bedanken, dann freut uns das ganz besonders. Dann wissen wir: Wir sind auf dem richtigen Weg!“ REP_191009_10 (ram/kg)

Mehr Infos zum Thema

Medienrückfragen: Maximilian Brugger, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 80424931, Mobil: +43 664 3046837, E-Mail: maximilian.brugger@salzburg.gv.at

Redaktion: Monika Rattey / Landes-Medienzentrum