Neue Lehre: Profis nutzen das Internet als Marktplatz

Zahl der Lehranfänger steigt, Jobaussichten ausgezeichnet

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.10.2019
 

(HP)  Der Marktplatz Internet boomt nach wie vor: Im Vorjahr haben die Salzburgerinnen und Salzburger rund 460 Millionen Euro für Online-Einkäufe ausgegeben, 2013 waren es noch 360 Millionen. Die Sozialpartner haben auf diese Entwicklung reagiert und den Lehrberuf E-Commerce-Kaufmann und -frau ins Leben gerufen. Vor einem Jahr haben die Ersten die dreijährige Ausbildung begonnen. Die Bilanz ist durchwegs positiv: Die Zahl der Lehranfänger steigt, die Jobaussichten sind ausgezeichnet.

260.000 Salzburgerinnen und Salzburger im Alter von 16 bis 74 Jahren haben 2018 laut einer Erhebung der KMU Forschung Austria mindestens einmal bei einem Internethändler eingekauft. Seit 2003 hat sich der Anteil der Online-Shopper mehr als verfünffacht.

Einzigartige Ausbildung

Die Sozialpartner haben auf diese Entwicklung reagiert und den Lehrberuf E-Commerce-Kaufmann und -frau ins Leben gerufen. „Das beweist, dass es stets neue und innovative Berufe gibt. Hier werden Inhalte vermittelt, die den Zeitgeist treffen und wie die Zahlen belegen immer wichtiger werden. Mit dieser weltweit einzigartigen Ausbildung werden Inhalte im Online-Handel theoretisch und praktisch vermittelt – Jobgarantie inklusive“, so Bildungslandesrätin Maria Hutter. Michael Moser, Obmann des Branchen-Landesgremiums der Wirtschaftskammer Salzburg, ergänzt: „Bereits 88 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten nutzen das Internet, 62 Prozent kaufen online ein, Tendenz steigend.“

Aktuell 180 im E-Commerce

Österreichweit sind derzeit 180 E-Commerce-Kaufleute in Ausbildung. In Stadt und Land Salzburg haben vor einem Jahr die ersten neun Lehrlinge die dreijährige Phase begonnen. Heuer haben bereits 13 Jugendliche einen Lehrvertrag abgeschlossen. Unterrichtet werden die angehenden Fachkräfte in der Landesberufsschule St. Johann im Pongau. Ziel sind 20 Anfänger pro Jahr.

Vielfältige Inhalte

Lehrlinge erhalten nicht nur eine kaufmännische Ausbildung. Sie eignen sich auch fundiertes Wissen in den Bereichen Informationstechnologie, Logistik, Marketing sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit an. Den angehenden Fachkräften werden unter anderem folgende Qualifikationen vermittelt: Aufbau, Betreuung und Optimierung von Online-Shops, Präsentation von Waren im Online-Shop, Erstellung von Marketing-Maßnahmen, Analyse des Shops und des Kaufverhaltens von Kunden, Mitarbeit bei Social-Media-Aktivitäten sowie Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern. Renommierte große Unternehmen bilden bereits in dieser Branche aus. Nun werden auch kleine und mittlere Handelsbetriebe, die einen Webshop betreiben, ermutigt, E-Commerce-Lehrlinge aufzunehmen.

Praxisbezug ist hoch

Bei der Ausbildung wird großer Wert auf Praxisnähe gelegt. Ein eigens entwickeltes Online-Tool ermöglicht es den Lehrlingen, eine Website zu bauen und mit Inhalten zu befüllen. Auslandspraktika sind ab dem zweiten Jahr möglich. Später werden sie nicht nur im Handel, sondern auch in Marketingabteilungen, Werbeagenturen und im Tourismus arbeiten können. LK_191014_51 (grs/mel)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum