Grenzenloser Hochwasserschutz für Berndorf

1,85 Millionen Euro / Salzburg und Oberösterreich helfen zusammen

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.10.2019
 

(LK) Der Flachgau und das Innviertel. Es mag eine Bundesländergrenze zwischen den Regionen geben, allerdings hindert das die Gemeinden nicht an einer intensiven Zusammenarbeit. Jüngstes und greifbares Beispiel: der Hochwasserschutz für Berndorf – und eben für vier Gemeinden im benachbarten Oberösterreich.

Mehr als 30 Jahre haben die Berndorfer für mehr Sicherheit vor den Fluten gekämpft, jetzt ist er nach dem dritten Anlauf fertig. Landesrat Josef Schwaiger hat die Daten und Fakten: „1,85 Millionen Euro wurden hier investiert, die Hauptpunkte des Projektes sind zwei Retentionsbecken, die bis zu 160.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten können. Damit werden 40 Objekte hier in Berndorf geschützt und noch wesentlich mehr in Richtung Oberösterreich. Dazu kommen noch wichtige kommunale Infrastruktureinrichtungen sowie Landes- und Gemeindestraßen.“

Zwei Länder, fünf Gemeinden

Die schnelle Bauzeit fällt in Berndorf auf, das ist auch der guten Zusammenarbeit zwischen Bund, Länder und Gemeinden zu verdanken. „Die 1,85 Millionen Euro kommen zu 60 Prozent vom Bund, 15 Prozent vom Land Salzburg und 25 Prozent von weiteren Interessenten. Das Besondere hier: Alle haben das Kirchturmdenken abgelegt, auch das Land Oberösterreich und die fünf Gemeinden Berndorf, Perwang, Palting, Lochen und Jeging beteiligen sich“, so Landesrat Schwaiger.

Ausgeklügelter Schutz

Welcher Hochwasserschutz in Berndorf effektiv ist, das haben die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung eruiert. „Jetzt ist er fertig und wir sind alle erleichtert. Eine Hochwasserwelle wird durch die Rückhaltebecken derart gedämpft, dass die verbleibende Menge durch das Ortszentrum von Berndorf abfließen kann, ohne Schaden anzurichten“, so Bürgermeister Johann Stemeseder. LK_1912017_70 (mel/fw)

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Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum