Instabiler Felsblock auf der Bischofsmütze wird gesprengt

Hochalpiner Einsatz in der Kletterroute / Kalkbrocken wird vorsorglich „zerbröselt“

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.10.2019
 

(LK) Der 25 Kubikmeter große Felsbrocken lauert im Bereich der Bischofsmütze und steht seit diesem Sommer unter ständiger Beobachtung. „Die Schneemassen im strengen Winter hatten ihn ein wenig verschoben, es herrscht aber keine akute Gefahr. Am Freitag wird der Felsen aber vorsorglich gesprengt“, erklärt Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst.

 

 

Es ist kein Einsatz, den man tagtäglich hat. In zirka 2.200 Meter Seehöhe sind die Sprengmeister mit Seil und Karabiner unterwegs, Höhenangst ist hier streng verboten. „Innenministerium, Bergrettung Filzmoos, die Firma ,Höhenarbeit‘ aus St. Veit im Pongau und wir vom Landesgeologischen Dienst arbeiten hier zusammen. Das gute und stabile Herbstwetter hilft enorm, dennoch ist es ein extremer Einsatz, der viel Erfahrung erfordert“, so Gerald Valentin.

20 Bohrlöcher, sensible Sprengung

Ziel der Experten ist es, den Felsbrocken zu zerkleinern, damit die Reste sozusagen kontrolliert ins Tal donnern können. „Wir arbeiten hier in der Kletterroute, anseilen, sichern, klettern, das gehört hier alles dazu. Bis zur Sprengung am Freitagnachmittag werden zirka 20 Bohrlöcher in den Fels gemacht, zirka 25 Kilogramm Sprengstoff werden benötigt“, so Valentin. LK_191017_70 (mel/sm)

Weitere Informationen

 

Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum