Sprengung auf der Bischofsmütze gelungen!

Instabiler Felsbrocken wurde zerstört / Jetzt wird noch aufgeräumt

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.10.2019
 

(LK) Heute Nachmittag ist der hochalpine Einsatz auf der Bischofsmütze 2.458 Meter hohen und markanten Bischofsmütze erfolgreich abgeschlossen worden, der instabile 25 Kubikmeter große Kalkfels konnte mittels Sprengung zerkleinert werden. Zur Stunde findet noch ein Kontrollflug statt, wie effektiv die Aktion war. „Und die Arbeiten gehen weiter. Am Wochenende werden Bergretter die größten Restbrocken wegräumen, nächstes Jahr wird die Kletterroute saniert“, so Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst.

 

 

Der Brocken in der so genannten Mützenrinne unterhalb der gleichnamigen Scharte sorgte im Sommer für Schlagzeilen, weil ihn der viele Schnee nach vorne geschoben hatte, er instabil wurde und auf den Normalweg auf die Bischofsmütze abzustürzen drohte. „Es bestand aber keine akute Gefahr für die rund 1.000 Kletterer, die pro Jahr dieses alpine Wahrzeichen besteigen. Daher haben wir uns für eine vorsorgliche Sprengung erst jetzt im Oktober entschieden“, so Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst über die Historie.

Bergretter räumen auf

Offenbar liefen die Vorbereitungen durch Landesgeologischen Dienst, Bergrettung und Spezialfirma aus St. Veit perfekt, denn die Sprengung war erfolgreich, die 25 Kubikmeter Kalk zerfielen in viele kleinere Teile. Die Arbeiten gehen jetzt allerdings weiter. Am Wochenende werden Bergretter aus Filzmoos, Annaberg und Flachau die größten Restbrocken aus der Rinne entfernen. „Diese riskante Aufgabe erfordert natürlich strenge Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligten, wir werden alle Arbeiten am Seil durchführen. Es müssen teilweise auch Wanderwege unterhalb gesperrt werden, beziehungsweise werden wir auf die Sicherheit von Wanderern in der Gegend besonders achten“, versichert Coen Weesjes, Ortsstellenleiter von Filzmoos.

Kletterroute wird saniert

Was die Bergretter am kommenden Wochenende nicht schaffen, könnte der Winter und Schnee dann erledigen, die Gesteinsbrocken abrutschen lassen. „Wir werden uns alles im Frühling noch einmal anschauen und dann weiter entscheiden. Fest steht, dass die Sicherungshaken in der Kletterroute, also am Normalweg auf die Bischofsmütze, beschädigt wurden und saniert werden“, so Gerald Valentin. Der markante Berg steht ohnehin mit zahlreichen Messpunkten unter Dauerbeobachtung des Landesgeologisches Dienstes. LK_191018_70 (mel/fw)

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