Eine Million Euro für Entwicklungszusammenarbeit

Land fördert Partnerregionen in El Salvador und Tansania

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.10.2019
 

(LK)  Sauberes Wasser, die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung, der Umstieg auf Biolandbau, die Stärkung der Frauenrechte – das sind beispielhafte Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Salzburg mit Regionen in El Salvador und Tansania. „Wir nehmen die Hilfe vor Ort ernst. Daher wurde das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit heuer verdreifacht und beträgt nunmehr eine Million Euro jährlich“, betonte heute die für die Entwicklungszusammenarbeit ressortzuständige Landesrätin Andrea Klambauer anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums der Regionalkooperationen.

„Dies ist unser gemeinsamer, wichtiger Beitrag zur internationalen Friedens-, Umwelt- und Sozialpolitik und damit auch eine Investition in die eigene Zukunft in einer globalisierten Welt. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Unterstützung von zivilgesellschaftlichem Engagement, aus dem sich großartige Projekte entwickelt haben“, so Klambauer.

San Vicente: Biolandbau

Die Regionalkooperation mit San Vicente in El Salvador, bei der das Land mit dem Verein Intersol zusammenarbeitet, zielt darauf ab, die Zivilgesellschaft vor Ort zu stärken. Die Schwerpunkte werden gemeinsam mit lokalen Organisationen definiert. Das Geld fließt vor allem in Projekte für Ökologisierung und Biolandbau – ein Bereich, in dem Österreich und besonders auch das Bundesland Salzburg eine internationale Pionierrolle einnehmen und viel Erfahrung haben.

Stärkung der Frauenrechte und Gewaltprävention

Durch die Gelder der Regionalkooperation werden kleine Landwirte in der Region San Vicente bei der Betriebsumstellung, Produktion und Vermarktung unterstützt. Es werden Schul- und Familiengärten angelegt, Aus- und Weiterbildungsprogramme und Kampagnen zur Bewusstseinsbildung durchgeführt. Rund 43.000 Euro flossen 2018 in diesen Schwerpunkt, der Rest in Programme zur Stärkung der Frauenrechte, zur Gewaltprävention sowie für die Bildung.

Singida: Gesundheit und Bildung im Fokus

Die zweite entwicklungspolitische Regionalkooperation des Landes unterstützt Projekte in Singida (Tansania) in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Dorfentwicklung zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen. So werden etwa die Höherqualifizierung von Hebammen und Krankenschwestern, die bessere Ausstattung der Gesundheitsstationen oder Kampagnen zur Verringerung der Mütter- und Kindersterblichkeit und zur Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung forciert. Im Bildungsbereich geht es um die Weiterbildung von Lehrern in Mathematik und Englisch, die Ausstattung mit notwendigen Lehrmitteln sowie die Verbesserung der Infrastruktur der Volks- und Hauptschulen durch den Bau von Schulklassen, Regenwassertanks und Toiletten.

Sauberes Wasser

In der Dorfentwicklung hat der Bau von Trinkwassersystemen und Wasserreservoirs Vorrang. Aber auch Initiativen zur Stärkung des lokalen Unternehmertums oder Kleinprojekte wie Gemüseanbau, verbesserte Öfen oder Spar- und Kleinkreditsysteme werden umgesetzt. Bei den Projekten in Tansania ist die Regional- und Städtepartnerschaft Salzburg-Singida Partner des Landes.

Viele Veranstaltungen zum Jubiläum

Zum 25-Jahr-Jubiläum laden das Land Salzburg und die beiden Träger der Regionalkooperationen von heute, Dienstag, bis 29. November zu einer Reihe von Veranstaltungen ein. Informationen gibt es unter www.gofairsalzburg.com/25jahre. LK_191022_40 (sab/grs)

Medienrückfragen: Lorenz Stangl, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4915, E-Mail: lorenz.stangl@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum