Kritisches Verständnis für Neue Medien wecken

Sarah Kretschmer und Friedrich Rücker erhalten Landespreis für Kulturelle Bildung

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.10.2019
 

(LK)  Die Vision von Sarah Kretschmer und Friedrich Rücker ist: „Kultur mit allen“. Heuer gründeten sie den Verein „Paul&Paula“, vor allem um Filmkunst niederschwellig zu vermitteln. „Für ihr Projekt ‚Trickfilmworkshops für Kinder und Jugendliche‘ erhalten sie nun den mit 5.000 Euro dotierten Landespreis für Kulturelle Bildung 2019“, gab Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn bekannt. Die Verleihung erfolgt am 10. Dezember beim Fest der Kunst.

„Der Landespreis erleichtert vielen Menschen den Zugang zur Kultur und ermutigt sie, sich mit Kunst auseinanderzusetzen oder selber auszuüben“, betont Kulturreferent Schellhorn.

Viel Platz fürs Experimentieren

Die Trickfilmworkshops für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren aus Salzburg und dem benachbarten Bayern wurden in Kooperation mit Akzente Salzburg und dem Q3 Medienlabor in Traunstein umgesetzt. Gefördert wurde das Projekt von der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein aus Geldern des INTERREG V-A Programms Österreich-Bayern. Die Idee der Preisträger dahinter: Es wird ein Erlebnis- und Austauschraum geschaffen. Dort ist Platz für das Experimentieren im Berufswunschfeld Nummer 1 vieler Jugendlicher: Neue Medien. Es geht darum, Intuition, Wahrnehmungsfähigkeit und Ausdrucksmöglichkeiten der Teilnehmenden zu wecken und zu stärken.

Frei, künstlerisch und spielerisch

„Ein bisschen Technik hat gereicht, eine Hand voll Plastilin, ein paar Schnipsel und Stifte. Möglich ist, was sich ergibt: Ideen umsetzen, Produzieren und Präsentieren. Es ging auch darum, wegzukommen von der reinen Konsumation von bewegten Bildern und hinzugelangen zu den eigenen Werken – all dies frei, künstlerisch und spielerisch“, beschreiben Sarah Kretschmer und Friedrich Rücker ihr Projekt.

Kinder und Jugendliche als kritische Akteure

„Dieses macht Kinder und Jugendliche zu kritischen Akteurinnen und Akteuren in einer Medienwelt, in der sie meist nur als Konsumierende angesprochen werden“, heißt es in der Begründung der Jury, bestehend aus Veronika Ehm (educult), Gero Nievelstein (bridging arts Salzburg) und Diana Schmiderer (Leader Saalachtal). Dabei gehe es nicht um vordergründige Vermittlung von technischem Knowhow, sondern vielmehr um eine künstlerische Sichtweise im Umgang mit Film und Animation. Sie gebe den Teilnehmenden einen fundierten Einblick in und ein Verständnis für ein Medium, das sie täglich eher unreflektiert und vornehmlich zur Selbstdarstellung und Selbstoptimierung benutzen, so die Jury. LK_191024_20 (kg/grs)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum