Klares Bekenntnis zum Sonnenstrom

Bundesländer unterzeichneten Manifest zur Energiewende

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.11.2019
 

(LK)  Ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Sonnenenergie und zur Energiewende gaben die ressortzuständigen Regierungsmitglieder der Bundesländer heute, Montag, bei ihrer Konferenz in Niederösterreich ab. Symbolisch im nie zustande gekommenen Atomkraftwerk Zwentendorf unterzeichneten sie das Sonnenstrom-Manifest.

In der Kundgebung wird unter anderem festgelegt, dass Genehmigungen für Photovoltaikanlagen erleichtert und Anlagen auf Hallen, Dächern und Fassaden gegenüber jenen auf wertvollem Ackerland bevorzugt werden sollen.

Schellhorn: „Abschaffung der Elektrizitätsabgabe wichtiger Schritt“

„Zur Erreichung der Ziele brauchen wir vor allem auch attraktive und langfristig planbare Förderungen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn im Anschluss an die Konferenz. „Die Energiepolitik berührt sämtliche Bereiche und muss alle Ebenen mitdenken. Die Abschaffung der Elektrizitätsabgabe für selber erzeugten und verbrauchten Strom aus Photovoltaikanlagen ist ein wichtiger Schritt. Denn wer klimafreundlichen Strom für den Eigenverbrauch erzeugt, darf nicht finanziell benachteiligt werden. Dabei ist wichtig, dass es keine bürokratischen Hürden gibt.“

Pernkopf: Abschaltung des Kohlekraftwerks als Meilenstein

Gastgeber und Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (Niederösterreich) betonte: „Die Abschaltung des Kohlekraftwerks Dürnrohr ist ein Meilenstein für den Klimaschutz in Niederösterreich. Dadurch wird jährlich eine Million Tonnen CO2 eingespart. Wenn wir glaubwürdig im Kampf gegen den Klimawandel sein wollen, dann müssen wir fossile Energie einsparen und die Erneuerbaren ausbauen. Österreich soll Vorreiter werden.“

Patek: Weg der Energiewende entschlossen weitergehen

Bundesministerin Maria Patek formulierte das Ziel, dass bis 2030 der gesamte Strombedarf Österreichs aus erneuerbarer Energie gedeckt werden soll. „Im Moment liegen wir bundesweit bei 75 Prozent, in Europa bei 33 Prozent. Einige Bundesländer wie Niederösterreich haben das 100-Prozent-Ziel schon erreicht. Den Weg gehen wir im nationalen Energie- und Klimaplan entschlossen weiter, ein wichtiger Teilschritt im Klimaschutz.“

Weitere Forderungen: Nein zum Atomstrom

Weiters forderten die Energiereferentinnen und -referenten einhellig eine europaweite Besteuerung von Schiffsdiesel und Flugbenzin sowie Klimazölle und von der EU ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg: „Europäische Mittel dürfen nicht länger für den Ausbau von Atomkraftwerken genehmigt und die Atomkraft nicht als Beitrag zum Klimaschutz geltend gemacht werden.“ LK_191104_51 (grs/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum